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„Endlich mal zwei Tage nur für die Familie“

„Endlich mal zwei Tage nur für die Familie“
Bäckermeister Tobias Licht freut sich auf die beiden freien Tage an den Weihnachtstagen. (Foto: Privat)

Das wohl bekannteste Gebet der Christenheit beginnt  so passend mit: „Unser tägliches Brot gib uns heute … Für uns alle eine Selbstverständlichkeit, dass wir auch am Heiligen Abend und zwischen den Jahren frisches Brot, Brötchen oder Gebäck bekommen. Doch wie läuft die „besinnlichste“ Zeit des Jahres für einen Bäckermeister ab. Das erzählt Tobias Licht vom Backhaus Licht in Balgheim.Dabei beginnt für ihn und sein Team die intensive Vorweihnachtszeit bereit am 4./5. Dezember.

„Mit dem Nikolausgeschäft beginnen für uns die arbeitsintensivsten Wochen des Jahres. Denn neben dem täglichen Brot, Bretzeln oder Brötchen stehen noch deutlich mehr saisonale Produkte auf dem Programm. Stutenkerle, Plätzchen und vieles mehr nimmt natürlich mehr Zeit in Anspruch“, erzählt Tobias Licht.

Da muss nicht nur die Personalplanung stimmen, denn noch immer ist die Produktion der Brote oder des Gebäcks im Backhaus Licht zu einem guten Teil Handarbeit, sondern auch die Logistikkette muss passen. „Zum Glück sind wir ein Familienbetrieb und ich kann mich im Zweifelsfall auf die Zahlen und Zutaten beziehen, die schon mein Vater entwickelt hat.“

Diese Jahrzehntelange Routine hilft, um das Weihnachtsgeschäft erfolgreich durch zu stehen. „Wir sind zum Glück ein eingespieltes Team und jeder kann sich auf den anderen verlassen. Ansonsten würde die gesamte Produktion so nicht funktionieren“, erklärt Tobias Licht.Bis zum Heiligen Abend um 12 Uhr läuft das betriebliche Feiertagsprogramm im Backhaus Licht, Dann kann auch der Chef einmal für zweieinhalb Tage den Gang raus nehmen und sich in den Kreis seiner Familie zurückziehen.

„Vor ein paar Jahren haben meine Schwester und ich entschieden, dass wir an beiden Feiertagen schließen. Damit unsere Angestellten aber auch wir einmal durchatmen können und Zeit haben, um diese Tage familiär zu verbringen.“ Da seine Frau in der Regel bereits ab dem 22. Dezember und bis zum 7. Januar frei hat, muss er sich zu Hause nicht so sehr um die kulinarischen Festtagsvorbereitungen kümmern. „Der Braten und alles andere, den bekomme ich liebevoll serviert und kann einfach genießen.

Das tut nicht nur mir nach diesen Wochen gut, sondern vor allem der Familie. Das der Ehemann und Vater nicht immer auf die Uhr schauen muss und wir auch mal abends länger zusammen sitzen können“ beschreibt Tobias Licht die Feiertage im Kreise der Familie. Los geht es dann wieder für ihn in der Nacht auf den 27. Dezember. Denn schließlich sind wir es doch alle gewöhnt, spätestens an diesem Morgen wieder frische Brötchen und Backwaren im Backhaus Licht zu bekommen. Und dank eines ausgeruhten Tobias Licht mit Team können wir uns drauf verlassen. 

Sven Krause