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„Dynamische Interaktionsfreude“ beschert Aesculap ein klares Plus im Geschäftsjahr

„Dynamische Interaktionsfreude“ beschert Aesculap ein klares Plus im Geschäftsjahr
Dr. Jens von Lackum (Bild: Aexculap)

Tuttlingen – Aesculap erzielte im Berichtsjahr 2019 einen Umsatz von 1.968,2 Millionen Euro und lag damit 7,9 Prozent über Vorjahr. Über diese Entwicklung und zukünftige Projekte auch in Tuttlingen sprach der Vorstand mit dem Wochenblatt.

Welche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Sie besonders positiv überrascht?

Dr. Karin Sternberg: Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir mit unserem breiten Produktportfolio in allen Märkten gewachsen sind. Besonders zu nennen ist dabei unser zweistelliges Wachstum im Bereich der Wirbelsäule. Zudem freuen wir uns sehr über die Dynamik und Interaktionsfreude aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Umsetzung der Neuen Europäischen Medizinprodukteverordnung. Sie leisten in der Balance zur Produktentwicklung und trotz der großen Belastung eine großartige Arbeit. Wir haben uns insgesamt im Rahmen der Erwartungen bewegt.“

Welche Projekte, Produkte und auch personelle Veränderungen sollen das Jahr 2020 für Aesculap besonders positiv beeinflussen?

Sternberg: Wir freuen uns auf die Produkteinführung unserer neuen Containergeneration AICON in Verbindung mit unserer neuen Instrumenteplattform SQ.line, mit der wir auch den Red Dot Design Award gewonnen haben. Im Sinne einer Systempartnerschaft werden wir im engen Kontakt mit unseren Kunden unser innovatives Angebot weiter vervollkommnen“,

Wie viel Kapazitäten wird die – wahrscheinlich verschobene MDR-Einführung – nunmehr auch in 2020 noch beanspruchen?

Sternberg: Es bleibt weiterhin rund die Hälfte unserer Belegschaft in Forschung und Entwicklung in der Bearbeitung der MDR gebunden. Derzeit werden aufgrund der aktuellen Situation bestimmte Prozesse, wie beispielsweise die technische Dokumentation, vorgezogen vom Homeoffice aus bearbeitet.

Wie weit sind die Planungen für die Erweiterung des Aesculap-Geländes durch den anstehenden Umzug des Rewe- und Aldi-Marktes und was genau soll auf diesem Gelände entstehen?


Dr. Jens von Lackum: Das neue Wohn- und Geschäftshaus am Aesculap-Platz ist seiner Realisierung näher gekommen. Mitte Februar diesen Jahres sind mit dem Spatenstich und der Grundsteinlegung zwei weitere wichtige Schritte vollzogen worden. Die Verbauarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Am Rohbau wird seit über einem Monat gearbeitet. Die Arbeiten gehen nach Zeitplan voran. „Wir haben von Beginn an eng mit der Stadt Tuttlingen an der Neugestaltung gearbeitet. Ich freue mich darauf, dass dadurch die Stadt noch attraktiver wird. Aesculap bekommt dadurch Optionen und Flexibilität zur Weiterentwicklung des Standorts Tuttlingen. Die freiwerdenden Flächen gehören schon seit vielen Jahren Aesculap. Derzeit finden konzeptionelle Überlegungen und Gespräche zur weiteren Verwendung der Flächen statt.

Auch bei der Entwicklung des Bahnhofs ist die Aesculap AG maßgeblich miteingebunden. Wie beurteilen Sie die aktuellen Verzögerungen und die Chancen für das Projekt?

Dr. Joachim Schulz: Die Entwicklung des Bahnhofsareals ist im vergangenen Jahr nur bedingt vorangeschritten. Beim Investorenauswahlverfahren haben sich die Stadt Tuttlingen und Aesculap für die Investoren-Gruppe Schoofs Immobilien und die Tuttlinger Wohnbau entschieden. Beide wurden gebeten, Ihre Vorschläge zu überarbeiten. Derweil arbeitet die Stadt Tuttlingen, begleitend zur Nachjustierung der Vorschläge, an einem Konzept für den Bahnhofsvorplatz. Die Stadt ist federführend für dieses Projekt zuständig. Wir sind sehr gespannt, wie sich dieses Projekt in der nahen Zukunft weiterentwickelt: