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Alkohol einfach keine Lösung

Alkohol einfach keine Lösung
Gegen ein gelegentliches Gläschen Glühwein hat auch die AOK nichts. (Foto: Pixabay)
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Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, ein Glas Sekt oder Bier bei der betrieblichen Weihnachtsfeier und auch bei den Familientreffen an Weihnachten darf in der Regel ein Glas Wein nicht fehlen. Alkohol gehört in der Weihnachtszeit fast so dazu wie Geschenke und Christbaum.

Tuttlingen – Gegen Alkoholkonsum ist nichts einzuwenden, findet Sabine Fröchte-Mink, Leiterin des Gesundheitsteams bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg – solange Alkohol nur gelegentlich und in Maßen konsumiert werde. „Im Landkreis Tuttlingen sind rund 280 Personen wegen Alkoholmissbrauchs in ärztlicher Behandlung, drei Viertel davon Männer. An die 130 Personen wurden 2018 wegen einer akuten Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert, darunter rund 35 Jugendliche unter 20 Jahren.“

Dies teilt die AOK auf Grundlage einer Hochrechnung ihrer Versichertendiagnosen auf die Gesamtbevölkerung im Landkreis mit. Neben den Schwerpunkten an Fastnacht und in der Sommerfestsaison sind traditionell die Zahlen auch im Dezember höher als in den Monaten zuvor, so die Präventionsexpertin. Die gute Nachricht: „Man kann mit Fug und Recht sagen, dass beim Alkoholkonsum die Trendwende erreicht ist.“ Nach der AOK-Erhebung ist die Zahl der Personen, die sich wegen Alkoholproblemen behandeln lassen müssen, von 2014 bis 2018 um fünf Prozent gesunken. Viele Jugendliche verzichten sogar vollständig auf Alkohol.

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben 37 von 100 Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren noch nie Alkohol getrunken. Im Jahr 2001 hatten in dieser Altersgruppe lediglich 13 Prozent keine Alkoholerfahrung. „Der reifere Umgang mit Alkohol ist erfreulich“, findet Sabine Fröchte-Mink. „Studien zeigen, dass Menschen, die einen problematischen Umgang mit Alkohol haben, damit oft in frühen Lebensjahren in Berührung gekommen sind. Der beste Schutz ist also, Trinken nicht als Strategie für Spaß in der Gruppe oder zum Entledigen von Sorgen zu erlernen.“