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Acht Studierende und bereits 25 duale Partnerunternehmen

Acht Studierende und bereits 25 duale Partnerunternehmen
Der neue Studiengang „Industriestudium“ optimiert die Synergien zwischen Campus und Wirtschaft. (Foto: Häring)
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Seit Oktober bietet der Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen (HFU), zusätzlich zum Vollzeitstudium, das Industriestudium in dualer Form an. Unter dem Motto „Studieren deluxe“ starteten acht studentische Pioniere in dem Studienmodell mit Ausbildungsvertrag in „Mechatronik und Digitale Produktion“. Bislang tragen rund 25 duale Partnerunternehmen das Konzept mit.

Landkreis – Pünktlich zum Wintersemester ist das Industriestudium in den Curricula der Bachelor-Studiengänge am Tuttlinger Campus verankert. Es basiert auf zwei Säulen: Dem Studium Plus und dem Trainee-Studium. Die Unternehmen CWG Christian Weber (Gosheim), Anton Häring (Bubsheim), Hermle (Gosheim), SHL (Böttingen) und VHW-Metallpresswerk (Spaichingen) nutzten die kooperative Ausbildungsinitiative und nahmen Studierende unter Vertrag.

„Das Anbieten eines Studiums in digitalen Zeiten erfordert von uns als Industrieunternehmen, dass wir zukünftige Fach- und Führungskräfte für Berufe ausbilden, die es noch gar nicht gibt und indem wir sie noch höher qualifizieren als bisher“, begründet Dr. Jürgen Häring, Geschäftsführer der Anton Häring KG in Bubsheim, seine Entscheidung. „Das Industriestudium als Studium Plus oder Trainee-Studium ist eine gute Sache. Es bietet finanziell unabhängiges Studieren mit persönlicher Betreuung und eine extra Portion Praxis“, erklärt HFU-Hochschulrektor Professor Dr. Rolf Schofer. 

Das Industriestudium als Trainee-Studium bietet vertiefte Praxis in Form eines dualen Bachelor-Studiums (Dauer: 7-9 Semester). Das Studium Plus beinhaltet ein Bachelor-Studium – derzeit in Mechatronik und Digitale Produktion – mit IHK-Facharbeiterbrief (Dauer: 9 Semester). Eine Besonderheit des Industriestudiums ist die Wahl von Zusatzqualifikationen in Form von Industriemodulen in kooperierenden Unternehmen und die Option auf einen Auslandsaufenthalt.

Wie alle Studierenden am Hochschulcampus Tuttlingen profitieren sie darüber hinaus von der Industriekooperation der Hochschule mit den Unternehmen der Region: Durch Exkursionen, ein Mentoren-Programm, Ringvorlesungen oder Industrielabore ist deren Bachelor-Studium außerordentlich praxisnah.Eine Vorreiterrolle in Sachen „Trainee-Studium“ übernahmen beispielsweise das Hammerwerk Fridingen und Werma Signaltechnik (Rietheim-Weilheim). Sie bieten potentiellen Kandidaten seit 2009 in Kooperation mit dem Campus immer wieder Ausbildungsverträge an und haben gute Erfahrungen mit Bachelor-Absolventen gemacht.

„Die Absolventen, die am Campus Tuttlingen das Trainee-Studium abgeschlossen haben, sind mittlerweile bei uns im Unternehmen als Fach- und Führungskräfte tätig. „Das Arbeitsumfeld und die Bedingungen in modernen Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahre stark geändert – da muss man auch in Punkto moderner ‚Ausbildung‘ einfach neue Wege gehen“, sagt Matthias Marquardt, Geschäftsführer bei Werma Signaltechnik.

Weitere Informationen und eine vollständige Liste der Partnerunternehmen findet sich unter www.hfu-campus-tuttlingen.de/industriestudium. Bei Fragen oder zur Studienberatung wenden sich Interessierte sich an Werner Nörenberg (werner.noerenberg@hs-furtwangen.de, Fon 07461.1502-6618).

pm