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Gestatten, Schoch!

Gestatten, Schoch!
Wolfgang Schoch (FOTO: PRIVAT)

Wolfgang Schoch ist der neue Ortsvorsteher von Schura. Im Interview mit dem WOCHENBLATT stellt er sich vor.

Hallo Herr Schoch. Viele werden Sie in Schura schon kennen. Doch für die, die es noch nicht tun, stellen Sie sich doch einmal kurz vor

Wolfgang Schoch: Ich bin 68 Jahre alt, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Seit 25 Jahren bin ich in der Kommunalpolitik als Stadtrat, Ortschaftsrat und seit der letzten Legislaturperiode als Kreisrat und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Trossingen ehrenamtlich tätig. Berufl ich war ich bis zu meiner Pensionierung im Jahr 2013 als Erster Kriminalhauptkommissar bei der damaligen Polizeidirektion Tuttlingen im Dienst und über mehrere Jahre der Pressesprecher der Polizei. Seit 2014 stehe ich dem WEISSEN Ring, Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern, im Kreis Tuttlingen vor und unterrichte in dieser Eigenschaft als Gastdozent an der Hochschule für Polizei am Standort Böblingen Polizeibeamte in Belangen des Opferschutzes.

Wie wollen Sie die Rolle des Ortsvorstehers interpretieren und was ist Ihnen ganz besonders wichtig daran?

Die Rolle des ehrenamtlichen Ortsvorstehers ist im Wesentlichen gesetzlich geregelt. Zunächst habe ich den Vorsitz im Ortschaftsrat. Kraft meines Amtes bin ich zudem ständiger Vertreter des Bürgermeisters in unserer Teilortgemeinde Schura. Meine zukünftige Aufgabe wird es sein, wenn sie auch nicht immer einfach sein wird, zwischen unserer Ortschaft Schura und der Stadt Trossingen sowie innerhalb der Gemeinde und dem Ortschaftsrat auftretende, unterschiedliche Interessen auszugleichen. In meiner zukünftigen Aufgabe sehe ich mich als bürgerschaftlichen Funktionsträger und damit als Interessensvertreter und Vertrauensmann aller Einwohner von Schura.

Was sind für Sie die drängendsten und wichtigsten Aufgaben in Schura?

Schura ist mit seiner Kernstadt Trossingen eng verwoben und von daher sehr gut in die Infrastruktur eingebunden. Auch zukünftig werden wir hierauf sehr achten. Dennoch hat die Ortschaft Schura auch seine Besonderheiten, die uns zu schaffen machen. Als Straßendorf ist Schura sehr stark vom Durchgangsverkehr betroffen. Zwar hat die vor rund zehn Jahren errichtete Umgehungsstraße eine wesentliche Verkehrsentlastung gebracht, dennoch besteht Handlungsbedarf im Interesse der Anwohner an den Durchgangstraßen. Der Handlungsspielraum des Ortsvorstehers ist aufgrund der Zuständigkeiten zwar begrenzt, was aber nicht heißen soll, dass wir still halten werden.

Sven Krause