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Beeindruckende neue Schenkung

Beeindruckende neue Schenkung
Emil Kiess (Foto: Kunststiftung)
WOCHENBLATT

Eine neue Schenkung befindet sich seit wenigen Wochen in der Sammlung der Kunststiftung Hohenkarpfen in Hausen ob Verena. Es handelt sich dabei um eine bedeutende Tuschpinselzeichnung des „Dornengekrönten“ aus dem wichtigen Frühwerk des Malers, Graphikers und Bildhauers Emil Kiess (geb. in Trossingen 1930).

Das Blatt stammt aus dem Nachlass des Priesters und früheren Tuttlinger Dekans Dr. theol. h.c. Alfred Barth (Esslingen 1907 – Böbingen an der Rems 1981) Dekan Barth erhielt es seinerseits als Geschenk des Künstlers.Die Pinselzeichnung in Tusche, Lavierung und Aquarell aus dem Jahr 1952 stellt mit der„Dornenkrönung“ eine Szene aus der Passion Christi dar.

Die Figuren sind aus kräftigen, breiten, schwarzen Pinselstrichen aufgebaut, während wenige blau-graue Striche Akzente setzen und graue Lavierungen einen räumlichen Hintergrund andeuten.Kiess-Zeichnung einwahrer GlücksfallDer Willi Baumeister-Schüler Emil Kiess setzte sich bereits in den 1950er Jahren mit der Nouvelle École de Paris um Nicolas de Staël und Pierre Soulages auseinander.

Vor allem mit immer zunehmender abstrahierten religiösen Motiven sorgte er für erstes Aufsehen. Dass sie nun als Schenkung zurück in die Region findet, ist ein besonderer Glücksfall für die Kunststiftung Hohenkarpfen, die dem Künstler Emil Kiess seit langem eng verbunden ist.

PM