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Festnahme nach versuchtem Totschlag durch Messerstich

Festnahme nach versuchtem Totschlag durch Messerstich
(Bild: Adobe Stock)
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Spaichingen – Noch am Mittwochnachmittag festgenommen wurde ein 30-jähriger deutscher Staatsangehöriger, nachdem er gegen 15.15 Uhr bei einem Wohngebäude in der Wilhelmstraße mit einem 37-jährigen Bekannten in Streit geraten und im Rahmen der Auseinandersetzung seinen Kontrahenten mit einem Messerstich in den Rücken schwer verletzt hatte.

Nach bisherigen Erkenntnissen suchte der Tatverdächtige den Geschädigten an dessen Wohnanschrift auf und verursachte dort den Streit mit dem Opfer. Der Geschädigte wurde zur Behandlung der erlittenen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und dort stationär aufgenommen.

Der Tatverdächtige ergriff nach der Tat zu Fuß die Flucht, die ihn vom Tatort aus über die Bahngleise in das Gewerbegebiet südlich der Bahngleise führte. Der Flüchtige wurde im Rahmen der Fahndung in der Max-Planck-Straße aufgegriffen und festgenommen. Das zur Tat benutzte Messer wurde bislang nicht aufgefunden.

Die Staatsanwaltschaft Rottweil leitete gegen den 30-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines versuchten Totschlags ein. Die Ermittlungen wurden durch das Kriminalkommissariat Tuttlingen übernommen.

Der festgenommene Tatverdächtige wurde am Donnerstagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rottweil dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Rottweil vorgeführt, der anordnete, den Festgenommenen in Untersuchungshaft zu nehmen. Der 30-Jährige wurde nach der richterlichen Eröffnung des Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Personen, die der Polizei sachdienliche Hinweise zur Tat, zur anschließenden Flucht des Tatverdächtigen oder zum Verbleib des Tatmessers machen können, werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat Tuttlingen, Tel. 07461 941-0, zu melden.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass die Flucht des Tatverdächtigen zunächst von der Wilhelmstraße in die Bahnhofstraße und von dort über den zum Schreinerweg führenden Fußweg in das Wohngebiet „Kirchwiesen“ erfolgte. Vom genannten Wohngebiet aus ging der Tatverdächtige vermutlich über die Eisenbahnstraße zum Bahnhof, wo er seine Flucht über die Fußgängerüberführung und den sich nach den Gleisen anschließenden Fußweg zur Daimlerstraße fortsetzte. Festgenommen wurde er in der Max-Planck-Straße unweit der Kreuzung Hausener Straße / Max-Planck-Straße / Westring.

Beim noch nicht aufgefundenen Tatmesser handelt es sich um ein Einhandmesser mit einer Klingenlänge von zehn bis zwölf Zentimetern und einem schwarzen Griff. Es besteht die Möglichkeit, dass der Tatverdächtige sich auf dem beschriebenen Fluchtweg dieses Einhandmessers entledigte.

Etwaige Finder werden gebeten, das Messer bei der Polizei abzugeben.