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Klare Botschaft in Sachen Stadthalle

Klare Botschaft in Sachen Stadthalle
Marcus Schafft. (Foto: PR)
WOCHENBLATT

Das große Thema in Riedlingen war 2019 natürlich die Klinik. In seinem Jahresrückblick fürs WOCHENHBLATT nennt Bürgermeister Marcus Schafft, was sonst noch wichtig war.  

Herr Schafft, wie hat sich Riedlingen im abgelaufenen Jahr verändert? Was kam hinzu, was  fiel weg?   

Marcus Schafft: Das neue Hallenbad hat seine Funktion aufgenommen.  Wir haben neue Gebäude am Tuchplatz (ehem. Hotel Brücke) und Marktplatz (ehem. Hotel Mohren). Beide sind bezogen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Wohnfunktion der Altstadt. Das Digitalisierungszentrum ist neu, die Erschließung  des Gewerbe- und Industriegebiet B311, Riedlingen-Neufra läuft. 

Worüber haben Sie sich im abgelaufenen Jahr in ihrer Funktion als Bürgermeister am meisten gefreut? 

Mit dem Zweckverband IGI DoBu sind wir in eine neue Phase interkommunaler Zusammenarbeit eingetreten. Die Bürger haben im Rahmen eines Einwohnerentscheids zur Zukunft des Stadthallenareals eine klare Botschaft ausgesandt. Diese hat der neue Rat auch aufgenommen und ist dabei entsprechend dieser Vorgabe das Baurecht zu ordnen.Der Kreis will in die Berufliche Schule und das Gymnasium investieren. Die Einwohnerzahl ist weiter gestiegen: Stand November gibt es 10 674 Einwohner. Die Stadt Riedlingen ist bei der Steuerkraft von Platz 14 auf Platz 8 im Landkreis aufgerückt. Die Stadt hat Bauplätze verkauft: 19 Bauplätze für  Wohnen, einen für ein Mehrfamilienhaus, drei für Wohnen  mit Gewerbe und eine Gewerbefläche. 

Worüber haben Sie sich geärgert? 

Der Vandalismus von Einzelnen und Gruppen zulasten der Allgemeinheit macht mir Sorgen. Wir sind in Abstimmung mit der Polizei und besonders den Schulen. Wir haben mit einem  Security Dienst Sofortmaßnahmen eingeleitet und prüfen Möglichkeiten der  Video-Überwachung.Die Telekom lässt uns leider in Zwiefaltendorf und Grüningen bei zwei KFZ/Dislam etwas hängen. Aber wir sind im Gespräch. Die Entscheidung zum Thema Kanufahren auf der Donau halte ich für wenig zielführend.

Gibt es etwas, das besser lief als erwartet?

Auf Antrag der Gastronomen der Innenstadt haben wir die Sperrzeit auf 23 Uhr verkürzt. Das ist gut angenommen worden und verantwortungsvoll umgesetzt worden. 

Was steht 2020 Wichtiges an? 

 Die Umstellung auf die Doppelte Buchführung in der Stadtverwaltung, das neue Konzept für ein ambulantisiertes Gesundheitszentrum, für die Gartenschau-Bewerbung die Begehung durch die Auswahlkommission und Entscheidung. Und der Theatersommer kommt wieder.

Uli Landthaler