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Gesundheitszentrum Riedlingen – Landkreis und Stadt wollen gemeinsam Ärztehaus auf den Weg bringen

Gesundheitszentrum Riedlingen – Landkreis und Stadt wollen gemeinsam Ärztehaus auf den Weg bringen
(Bild: Adobe Stock)
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Riedlingen – Riedlingens Bürgermeister Marcus Schafft, Landrat Dr. Heiko Schmid, Fraktionsvorsitzende und deren Vertreter des Gemeinderats der Stadt Riedlingen und des Kreistages haben am Donnerstag, 30. April, im Landratsamt bei einer weiteren Arbeitskreissitzung diskutiert, wie das neue Ärztehaus in Riedlingen entscheidend vorangebracht werden kann.

Es soll auf dem bisherigen Klinikareal neu gebaut werden. Grundlage für alle weiteren Überlegungen und Planungsschritte ist eine Projektstudie die klar aufzeigt, unter welchen Rahmendbedingungen ein neues Ärztehaus in Riedlingen erfolgreich gebaut und betrieben werden kann. Die Studie wurde im Auftrag der Stadt Riedlingen erstellt, der Landkreis hat die Hälfte der Kosten für die Studie übernommen. Bereits am Vortag hat sich der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistages mit der Studie befasst und grünes Licht für wichtige weitere Umsetzungsschritte gegeben.

„Mit den gefassten Beschlüssen und den einmütig getroffenen Absprachen sind wir einen deutlichen Schritt vorangekommen. Wir haben jetzt einen abgestimmten Fahrplan und klare Absprachen zwischen Stadt und Landkreis. Die Aufgaben sind verteilt und die Rahmenbedingungen abgesteckt. Die Projektergebnisse führen uns klar vor Augen, dass nur die Realisierung eines Neubaus erfolgversprechend ist.“, so Landrat Dr. Heiko Schmid.

„Die Projektstudie hat aufgezeigt, dass nur ein Neubau eines Ärztehauses sinnvoll ist. Die Sanierung des bisherigen Klinikgebäudes kostet annähernd 30 Millionen Euro und ist deshalb wirtschaftlich nicht darstellbar. Allen Beteiligten ist klar, dass wir jetzt gemeinsam nach vorne blicken und an einem Strang ziehen müssen.“, so Bürgermeister Marcus Schafft. Nur so könne dieses ambitionierte Projekt mit dem Neubau erfolgreich umgesetzt werden.

Die Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung im ländlichen Raum ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des bestehenden Ärztemangels eine große Herausforderung für alle Akteure. Der Landkreis hat für diesen Bereich keine explizite Zuständigkeit, sondern agiert im Rahmen der freiwilligen Daseinsvorsorge. „Gleichwohl werden wir die Stadt Riedlingen im weiteren Projektverlauf im Rahmen der Beschlüsse unserer Gremien unterstützen“, so Landrat Dr. Heiko Schmid. Deshalb wollen Stadt und Landkreis auch künftig ambulantes Operieren in Riedlingen ermöglichen. Sie beteiligen sich sogar finanziell daran, bis der Neubau der Klinik in Biberach fertiggestellt ist.

Im nächsten Schritt wird nun im Rahmen einer Marktansprache untersucht, ob bei potenziellen Investoren ein Interesse an der Umsetzung eines solchen Projektes besteht. Parallel will die Stadt prüfen, ob und zu welchen Bedingungen eine Realisierung über eine städtische Projektgesellschaft erfolgen kann.