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„Die Gastronomie fehlt“

„Die Gastronomie fehlt“
In Bad Saulgau soll schnell wieder Leben in die Fußgängerzone einkehren. (Bild: Uli Landthaler)

„Die Kunden freuen sich, dass sie wieder kommen können“, sagt Ünal Baykal vom Händlerverband „Unser Bad Saulgau“ (UBS). Die Maskenpflicht sei kein Problem, aber eines fehlt: Die Gastronomie.


BAD SAULGAU / RIEDLINGEN – Sowohl in Riedlingen als auch in Bad Saulgau haben alle Händler den Shutdown überstanden und ihren Laden am Montag, soweit erlaubt, wieder geöffnet, berichten Ünal Baykal und sein Riedlinger Kollege Frank Oster vom dortigen Handels- und Gewerbeverband.

In Riedlingen ist der Einkaufstrubel am Montag erstmal vorsichtig wieder losgegangen, „die Leute sind zurückhaltend und erst einmal vorsichtig wegen der Ansteckungsgefahr“. Daher sei auch die Maskenpflicht, die ab Montag gilt, in Ordnung. „Das ist ein Schutz für uns und unsere Kunden“, sagt Oster. Die Mitarbeiter seines Optiker-Geschäfts, das zuletzt nur einen Notdienst betrieben hatte, tragen schon Schutzmasken, „das funktioniert gut“.

In Bad Saulgau „freuen sich alle, dass es weitergeht“, berichtet Ünal Baykal von UBS. „Man begegnet sich mit Vorsicht und rücksichtsvoller Distanz, es ist ein schönes Miteinander“. Zwei Dinge fehlen aber in der Bad Saulgauer Fußgängerzone, wo Baykal sein Männermoden-Geschäft betreibt: „Wir vermissen die Gastronomie. Die gehört hier dazu“. Nach der Corona-Verordnung müssen Gaststätten bis auf Weiteres geschlossen bleiben, näheres will die Landesregierung Ende kommender Woche entscheiden. Alle hoffen, dass es dann weitergehen kann. Das gilt auch für den großflächigen Einzelhandel mit über 800 Quadratmetern Verkaufsfläche. Baykal: „Wir haben ein Möbelhaus in der Fußgängerzone, das noch geschlossen hat. Das spüren wir schon noch.“

In Riedlingen soll schnell wieder Leben in die Fußgängerzone einkehren.