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In der Region geht‘s von Fest zu Fest

In der Region geht‘s von Fest zu Fest
Beste Stimmung in Langenenslingen: mit Maß in der Hand tanzten die Mädels auf den Bierbänken (Foto: Maximilian Kohler)

Michael Mann, der langjährige Organisator des Langenenslinger Oktoberfestes, sorgte für neugierige Blicke. Zum grünkarierten Hemd und der Krachledernen, hatte er einen stylischen „Seppelhut“ aufgezogen. An dem hing unübersehbar eine kleine Holzklammer. Diskussionen über die Bedeutung und Zweck dieses Klämmerchens entbrannten. Am Schluss einigte man sich drauf, dass der fi ndige Pfundskerl seinen eigenen WLAN-Sticker an der Hutkrempe angebracht hat. Bei dem verbesserungsfähigen Funk-Empfang in Langenenslingen kaum verwunderlich.

Viel geredet wurde nicht, schnell und zackig wurde das Bier von Bürgermeister Schneider angestochen, der Fanfarenzug gab dazu Vollgas. Mit Titeln wie „Babylon“ von Boney M heizten sie die Stimmung im Zelt derart an, dass die ersten Mädels auf die Bänke stiegen. Die Hausband HAUTNAH legte nach und drehte bei ihrer Show das Zelt auf links. Für witzige Momente sorgte ein scheinbarer Zigarren-/Zigarettenverkäufer. In seinem Bauchladen führte er allerdings Reizwäsche im sündigen Rot und weitere erotische Artikel mit. So richtig auf Touren kam der Verkauf anfangs nicht, aber wer weiß…

Von einem Fest zum anderen: Beim Zwetschgenfest in Binzwangen war ein Kleinwagen so pfiffig vor einem Kühlwagen geparkt, dass der Eindruck entstand, als ob er den Hänger gezogen hätte. Eine Zeitreise in die Vergangenheit boten die aufgefahrenen Traktoren, das älteste Exemplar stammte aus dem Jahr 1954. Schwierig war sicher die Schätzfrage zu lösen: In einer großen Flasche lagen gedörrte Zwetschgen, ihr „LebendGewicht“ sollte nun von den Festbesuchern bestimmt werden. Die stärkten sich aber vor der schwierigen Aufgabe zuerst mal mit den vielfältigen Leckereien aus der Küche.

mk