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Lebensräume Liebenau: Ein Projekt, das sich bewährt hat

Lebensräume Liebenau: Ein Projekt, das sich bewährt hat
Die Ehrengäste der Jubiläumsfeier loben das gute Miteinander (FOTO: O. HOFMANN)

VOGT Das Konzept „Lebensräume für Jung und Alt“ der Stiftung Liebenau feierte sein 25-jähriges Jubiläum der Wohnanlage in Vogt. Drei Säulen tragen das Konzept: Erstens aktives nachbarschaftliches für- und miteinander von Jung und Alt, zweitens die Förderung der eigenen Mobilität zum Erhalt einer größtmöglichen Selbstständigkeit und drittens möglichst wenig externe Dienstleistung.

Berthold Broll, Vorstand der Stiftung Liebenau, sieht das generationenübergreifende Leben in der heutigen Zeit wichtiger denn je. So gibt es inzwischen auch 28 weitere Wohnanlagen dieser Art unter dem Dach der Stiftung Liebenau. Besondere Wertschätzung erhielt die Feierstunde durch die Anwesenheit von Manfred Lucha, Minister für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg.

„Die Frage wie wir zusammenleben wollen, nämlich achtsam, respektvoll und würdevoll, hat die Stiftung Liebenau schon vor 25 Jahren begriffen“, lobte der Minister. „In diesem Wohnkonzept wird auf besondere Weise die Überbotschaft deutlich, dass keiner in unserer Gesellschaft darauf reduziert werden darf, dass er behindert oder krank ist“, betonte Lucha. Allerdings gäbe es eine gute Pfl ege nicht zum Nulltarif und dazu müsste reformiert und vor allem auch alles entsprechend finanziert werden.

Der Leiter des Sozial- und Inklusionsamts im Landkreis Ravensburg, Jörg Urbaniak, stellte den Leuchtturmcharakter dieses Projekts in den Mittelpunkt. Er ist sich sicher, dass dies auch den aktuellen Zeitgeist trifft. Vogts Bürgermeister Peter Smigoc war insbesondere auf den Mut des Vogter Gemeinderates stolz, der schon vor über 25 Jahren dieses Projekt auf den Weg brachte.

Oliver Hofmann