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Wifo fordert: Kurzparken muss möglich sein

Wifo fordert: Kurzparken muss möglich sein
Ein Streitpunkt: Soll der Gespinstmarkt zur Fußgängerzone ohne Parkplätze oder zum verkehrsberuhigten Bereich mit Kurzparkplätzen werden? (Foto: Stefan Wölke)

Die Wifo-Vorstände haben zur Umgestaltung des Gespinstmarktes Stellung bezogen: Von einer reinen Fußgängerzone am zentralen Platz in der Ravensburger Innenstadt halten sie nichts. Nach ihrem Standpunkt müssen zumindest Kurzzeitparkplätze zur Verfügung stehen.

RAVENSBURG – „Kurzparkplätze sind der richtige Weg“, sagt Florian Burk vom Wifo-Vorstand. Dass der Gespinstmarkt umgebaut und saniert werden muss, der Meinung sind auch die Wifo-Vorstände. Nur von der Idee der Stadtverwaltung, Parkplätze aus dem Bereich zu verbannen, damit stimmen sie nicht überein.

Vielmehr soll der Gespinstmarkt nach ihrer Sichtweise zu einem verkehrsberuhigten Bereich mit bis zu acht Kurzzeitparkplätzen werden. Gleichzeitig ist das Wifo für eine Einbahnregelung mit Fahrtrichtung von West nach Ost, sprich: vom Marienplatz über den Gespinstmarkt weiter in die Oberstadt. Geschäfte wie das Musikhaus Lange oder der Bauernmarkt in der Marktstraße betrachten die Abschaffung der Parkplätze am Gespinstmarkt mit großer Sorge.

Zwei Drittel des Umsatzes im Handel werden aus der Region mit einem Einzugsgebiet von rund 500 000 Menschen erzielt, so Wifo-Vorstand Thomas Reischmann. „Wir sind auf die Region extrem angewiesen“, so Reischmann weiter. Zum Beispiel die Oma aus Schlier könne am besten mit dem Auto in die Ravensburger Innenstadt gelangen. „Der Weg nach Ravensburg muss von allen gemacht werden können“, ergänzt WifoGeschäftsführer Eugen Müller.

Der Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) berät seit 9. Oktober über die Umgestaltung des Gespinstmarktes, bevor der Gemeinderat am 21. Oktober entscheidet. Das Wifo ist für eine Trennung von Sachbeschluss, der regelt, wie und wann umgebaut werden soll, und dem Beschluss zum Verkehrskonzept. Schließlich braucht es noch Zeit, um ein schlüssiges und ganzheitliches Verkehrskonzept für die gesamte Innenstadt zu erarbeiten, meint Thomas Reischmann.

Stefan Wölke