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Stadt hilft in der Corona-Krise

Stadt hilft in der Corona-Krise
(Bild: Oliver Hofmann)
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Keine Sondernutzungsgebühren für den Handel

Ravensburg – Unter den Corona-Beschränkungen leiden der örtliche Handel und die Gaststätten ganz besonders. Die Stadt Ravensburg setzt dehalb ein Zeichen der Hilfe und verlangt bis zum 31. Dezember 2020 keine Sondernutzungsgebühren.

Wie fast alle Städte, erhebt auch die Stadt Ravensburg normalerweise moderate Gebühren, also eine Art Miete für die gewerbliche Nutzung teils großer öffentlicher Flächen – etwa in Fußgängerzonen für die Außenbestuhlung der Straßencafés, oder für Kleiderständer der Boutiquen auf den Gehwegen. Schon zu Beginn des corona-bedingten Shutdowns hatte die Stadt Ravensburg aber beschlossen, zunächst für den Monat April keine Sondernutzungsgebühren verlangen zu wollen. „Um den gebeutelten Geschäften nach der Wiedereröffnung zu helfen, haben wir das erweitert: bis Jahresende werden keine Gebühren mehr verlangt“, schreibt die Stadt in ihrer Pressemeldung. Denn selbst nach einer Öffnung werde eine Unterstützung notwendig sein, um die Geschäfte wieder auf einen guten Weg zu bringen.

Oberbürgermeister Daniel Rapp ist es wichtig, den Unternehmen soweit wie möglich zu unter die Arme zu greifen. „Durch den Verzicht auf die Sondernutzungsgebühren bis Jahresende verschaffen wir dem Einzelhandel und der Gastronomie noch mehr Luft auf dem Weg raus aus der Coronakrise.“

Stadt verlangt auch im Mai keine regulären Elternbeiträge in Kindertagesstätten und in den Schulhorten – Für die Notbetreuung fallen aber Beiträge an

Die Kindertagesstätten und die Schulen sind derzeit wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Ab dem 4. Mai wird laut Landesregierung der Schulbetrieb schrittweise wieder aufgenommen. Die Kindertagesstätten bleiben zunächst noch geschlossen. Sowohl in Schulen wie in Kitas wird aber eine erweiterte Notbetreuung angeboten.

Die Stadt Ravensburg wird wie im Monat April, auch für den Monat Mai keine regulären Elternbeiträge in den Kindertagesstätten und den Horten der städtischen Schulen in Ravensburg verlangen. Die Beiträge werden von den Eltern vom Konto nicht eingezogen. Die Eltern brauchen dazu nichts weiter veranlassen.

Für Kinder, die sich in der Notbetreuung befinden, wird allerdings ein Beitrag fällig. Dieser richtet sich in seiner Höhe nach dem gebuchten Betreuungsumfang.

Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp: „Derzeit kann keine normale Betreuung in den Einrichtungen stattfinden. Dann werden wir auch keine Beiträge für die Regelbetreuung verlangen. Damit entlasten wir die Eltern in dieser schwierigen Zeit.“