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Soforthilfen für Handwerksbetriebe schützen vor Insolvenz

Soforthilfen für Handwerksbetriebe schützen vor Insolvenz
(Bild: Handwerkskammer Ulm)
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Handwerkskammer Ulm fordert schnelle Zuschüsse wegen Corona-Krise für Betriebe

Ulm – Die wirtschaftliche Lage verschärft sich angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus und der zunehmenden Einschränkung des öffentlichen Lebens auch bei den Handwerksbetrieben im Gebiet der Handwerkskammer Ulm weiter. Insbesondere die Schulschließungen haben die Situation verschärft. Das zeigt eine Umfrage aller Handwerkskammern im Land unter den Mitgliedern.

Die Hauptsorge der Betriebe gilt dem Personal, denn Mitarbeiter machen die Betriebe zukunfts- und wettbewerbsfähig. Durch die kleinen Betriebsgrößen im Handwerk mit durchschnittlich sechs Beschäftigten kann schon der Ausfall von ein bis zwei Mitarbeitern dazu führen, dass der Betrieb praktisch stillsteht. „Wir fordern vor diesem Hintergrund landeseigene Soforthilfen, mit deren Auszahlung noch in dieser Woche begonnen werden muss. Wir hier an der Grenze wissen: Es ist auch diesbezüglich gut, sich an Bayern zu orientieren.“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

Als positiv bewertet das Handwerk, dass der Ministerpräsident und die Wirtschaftsministerin gestern neue Wirtschaftshilfen angekündigt haben. Doch deren Umsetzung dürfe nicht länger dauern, denn viele Betriebe seien auf schnelle Zuschüsse angewiesen, insbesondere um liquide zu bleiben und Löhne weiter zahlen zu können. „Das Kurzarbeitergeld greift bei weitem nicht in jedem Fall. Wir setzen darauf, dass die Aussage der Bundesregierung, es gehe kein Arbeitsplatz wegen Corona verloren, auch für unsere Betriebe gilt.

Wir müssen gemeinsam alles dafür tun, dass kein Betrieb wegen Corona in die Insolvenz gehen muss“, so Mehlich. Die Handwerksbetriebe im Kammergebiet zeigten sich bislang weiterhin stabil auf dem regionalen Markt. Die Insolvenzquote im Bereich der Handwerkskammer Ulm hat im Jahr 2019 nahezu unverändert bei lediglich 0,27 Prozent aller im Jahresverlauf aktiven Betriebe gelegen.

Das Handwerk fordert deshalb die Einführung eines unbürokratischen Zuschussprogramms ähnlich der Frosthilfe für die Landwirtschaft im Jahr 2017, bei den Betrieben, die Einbußen von mehr als 30 Prozent erleiden, 50 Prozent des Schadens über einen Landeszuschuss ersetzt wird. Mehlich: „Die Handwerkskammer Ulm leistet ihren Betrieben hier gerne administrative Hilfe und steht jederzeit zur Verfügung, um bei der Umsetzung zu unterstützen.“ Hierfür wurde auch eine Service-Hotline auch für das Wochenende eingerichtet, um auch für rechtliche und betriebswirtschaftliche Fragen aller Art erreichbar zu sein.