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Revolution reißt Berliner Mauer nieder

Revolution  reißt  Berliner  Mauer  nieder
30. Oktober 1989: Rund 200 000 Menschen versammeln sich hier (FOTO: PEXELS)
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Morgen wird der Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Der 3. Oktober steht seit 1990 symbolisch für das Ende des „Kalten Kriegs“, der Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg über mehrere Jahrzehnte in Ost und West spaltete. Eine wirtschaftlich miserable Lage, Armut und schlechte Stimmung dominierten den östlichen Teil Deutschlands, der der staatlichen Diktatur der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) oblag.

Demokratisch handelte das Regiment allerdings selten: So war den Bürgern der DDR beispielsweise eine Ausreise ins Ausland nur unter äußerst erschwerten Bedingungen möglich und sie waren massiv in ihrer Freiheit eingeschränkt; Führungspositionen jeglicher Art wurden in der DDR ausschließlich von Parteimitgliedern der SED besetzt, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Ab 13. August 1961 wurde die DDR mit dem Bau der Berliner Mauer noch radikaler von der Bundesrepublik Deutschland (BRD) abgegrenzt. Sie erstreckte sich mit rund 160 Kilometern wie ein Riss quer durch Berlin.Die gesamte Länge der innerdeutschen Grenze verlief über 1 400 Kilometer.

Sie trennte Freunde und Bekannte, Familien und Verwandte. Aus dieser Zeit stammt auch das wohl beliebteste deutsche Zitat, „Ich bin ein Berliner“, von John F. Kennedy, das auch heute noch von Musikern zur Inspiration ganzer Album-Titel genutzt wird. So zum Beispiel der Berliner Rapper Ufo361 mit seinem Album „Ich bin 2 Berliner“. 29 Jahre ist es nun her, dass die DDR aufgelöst und Deutschland wieder eins wurde. Im November jährt sich zum 30. Mal, was im Jahr 1989 mit den gewaltfreien Demonstrationen Tausender DDR-Bürger seinen Anfang nahm: Der Fall der Berliner Mauer und ein wiedervereintes Deutschland. Aus der Friedlichen Revolution von damals entstand das heutige Deutschland. 

phy