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Finanzielle Soforthilfen für kleine und mittlere Unternehmen kommen!

Finanzielle Soforthilfen für kleine und mittlere Unternehmen kommen!
(Bild: Adobe Stock)

Tuttlingen – Die Auswirkungen des Coronavirus bedeuten neben den immensen Herausforderungen für unsere Gesellschaft und unser Gesundheitssystem vor allem für unsere Wirtschaft eine noch nie dagewesene Bedrohung, die an die Existenz geht. „Ich bin deshalb sehr froh und erleichtert, dass wir infolge einer Sondersitzung des Ministerrats am Sonntagabend ein Soforthilfeprogramm auf den Weg bringen konnten“, führt Guido Wolf MdL, Minister der Justiz und für Europa und CDU-Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Tuttlingen-Donaueschingen aus.

Bis Mittwoch soll das Programm endgültig durch den Bundestag und spätestens bis Freitag auch vom Bundesrat abgesegnet werden. Die entsprechenden Anträge sollen aber bereits ab Mittwoch auf einer zentralen Website und auf den der verschiedenen Kammern gepostet werden. Mit diesem können Soloselbständige, Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe, die unmittelbar durch die Corona-Pandemie wirtschaftlich geschädigt sind, finanzielle Soforthilfemaßnahmen bei den zuständigen Kammern beantragen. Und zwar 9 000 Euro Soforthilfe für Soloselbstständige und Betriebe bis fünf Mitarbeiter, 15 000 Euro für Betriebe bis 10 Mitarbeiter und 30 000 Euro für Betriebe bis 50 Mitarbeiter.

Die entsprechenden Formulare werden unter anderem auf der Internetseite des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg eingestellt. „Diese Finanzhilfen müssen nicht zurückbezahlt werden und sind insofern eine echte Hilfe in dieser wirtschaftlich bedrohlichen Ausnahmesituation. Wir verlieren keine Zeit und stehen unseren Betrieben in dieser Krise zur Seite. Wir müssen alles tun, um unsere Wirtschaft zu retten“, so Wolf MdL abschließend.

Aus der Handwerkskammer Konstanz kam durch Pressesprecherin Petra Schlitt-Kuhnt vor allem ein deutliches Zeichen der Erleichterung. „Es müssen zwar noch einige Details abgeklärt werden, etwa ob die ganzen Zahlungen über die Landesbanken laufen oder ob noch andere Geldinstitute mit ins Boot geholt werden. Dann die Anträge selber und welche Angaben wir in welcher Form überprüfen dürfen und müssen, bevor wir so einen Antrag genehmigen dürfen. Aber wichtig ist jetzt vor allem, dass die Unternehmen schnelle und so unbürokratische Hilfe wie möglich bekommen.“

Ein ähnlicher Tenor kam von Christian Beck, Pressesprecher der IHK Schwarzwald-Baar. „Es wir Zeit, dass wir den kleinen und mittelständischen Unternehmen endlich konkret helfen können und die Schnelligkeit mit der diese Maßnahme durch die politischen Gremien läuft zeigt, dass inzwischen alle Politiker begriffen haben, dass wir nur noch handeln und nicht mehr endlos diskutieren müssen. Die genauen Abläufe sind noch in der Bearbeitung, aber wir werden dann ausreichend Personal für die Bearbeitung abstellen und den Antrag so schnell als möglich online zugänglich machen.“