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Familienunternehmer in Baden-Württemberg kritisieren Verlängerung vieler Schließungen

Familienunternehmer in Baden-Württemberg kritisieren Verlängerung vieler Schließungen
André Bartel, Landesvorsitzender Baden-Württemberg DIE FAMILIENUNTERNEHMER. (Bild: Die Familienunternehmer)
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Landesvorsitzender André Bartel: „Die Landesregierung muss nun eigene Lösungen präsentieren“

Esslingen – DIE FAMILIENUNTERNEHMER in Baden-Württemberg kritisieren die von der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten vereinbarte, weitreichende Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 3. Mai scharf. Der Landesvorsitzende des Verbands, André Bartel, dazu: „Für viele Familienunternehmen ist die Zeit bis zum 3. Mai eine gefühlte Ewigkeit. Mit jedem weiteren Tag dieser Hängepartie steigt die Gefahr der Überschuldung und schließlich der Insolvenz der Betriebe. Damit droht zahlreichen Beschäftigten der Fall aus der Kurzarbeit in die Arbeitslosigkeit.“
Ob Überbrückungsdarlehen mit drei Prozent Zinsen und einer Rückzahlung binnen fünf Jahren, die Insolvenzen in einem wirtschaftlichen schwachen Umfeld abzuwenden bezweifelt Bartel: Die Insolvenzen werden verschoben, aber nicht verhindert.“

Bartel fordert: „Um den wirtschaftlichen Knock-out Baden-Württembergs zu verhindern, muss die Landesregierung jetzt sämtliche Spielräume innerhalb der vereinbarten Richtlinien nutzen. Das heißt konkret: Jedes Unternehmen, dass sich an entsprechende Sicherheitsvorschriften und Hygieneregeln halten kann, sollte den Betrieb wiederaufnehmen dürfen. Es ist nicht einzusehen, dass das was in Supermärkten, Apotheken, Baumärkten und Baustellen möglich ist, nicht in anderen Bereichen auch möglich sein soll. Die Sicherheit unserer Kunden und unserer Mitarbeiter hat dabei oberste Priorität. Wir Familienunternehmer stehen in den Startlöchern, um die Wirtschaft unter Auflagen verantwortungsvoll hochzufahren und damit den Schaden für unsere Volkswirtschaft so gering wie möglich zu halten und die Kurve der Ansteckungen flach zu halten.“