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Elektro-Innung bleibt optimistisch

Elektro-Innung bleibt optimistisch
V.l.n.r.: Franz Moosherr (Foto: O. Hofmann)

Die Elektro-Innung Ravensburg blickte bei ihrer Herbstversammlung auf der Ravensburger Veitsburg positiv in die Zukunft.

Ravensburg – Vor einem voll besetzten Haus begrüßte Obermeister Armin Jöchle die Mitglieder und auch den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Franz Moosherr. „Wir haben eine hervorragende Auftragslage und insbesondere durch die Digitalisierung können wir optimistisch in die Zukunft blicken“, so Jöchle. Die Elektro-Innung Ravensburg versteht sich als die Stimme des Elektrohandwerks in der Region und ist Ansprechpartner für alle Unternehmer der Branche.

Rund 90 Innungsbetrieben machen einen Umsatz von 145 Mio. Euro und gemeinsam werden aktuell 150 Auszubildende im Elektrohandwerk ausgebildet. Mit Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration Baden-Württemberg, hatte sich in diesem Jahr hoher Besuch bei der Elektro-Innung angekündigt.

Der Minister sprach zum Thema „Anforderungen an eine weltoffene und zukunftsfähige (Arbeits-) Gesellschaft“. Insbesondere im Hinblick auf das neue Fachkräfte-Einwanderungsgesetz und das Gesetz zur Duldung und Beschäftigung, die beide 2020 in Kraft treten, waren die Zuhörer auf die Ausführungen des Ministers gespannt. „Das Gesetz ist zu bürokratisch, es ist für die Betroffenen nicht rechtssicher und es hat keinerlei Aspekte der Integration“, so kritisierte der Minister den für das Gesetzt verantwortlichen Bundesinnenminister Horst Seehofer.

„Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte brauchen eine erweiterte Duldung und dazu muss ich fast jeden Tag um einen Einzelfall mit Innenminister Thomas Strobl in Stuttgart ringen“, berichtete Lucha. Für ihn ist es eine klare Sache, dass,  wer sich einbringt und arbeitet, auch ein Bleiberecht erhalten soll. Verdiente Mitglieder der Innung wurden im Anschluss von Ehrenobermeister Wilhelm Stotz geehrt. Ralph Spardel erhielt die Bronze-Medaille für zehn Jahre im Gesellenprüfungsausschuss.

Und auch  Florian Schneider, von Elektro Schneider aus Kißlegg, wurde zum 100-jährigen Firmenjubiläum ausgezeichnet. Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen wurde noch ein reger Austausch zwischen den anwesenden Betrieben gepflegt.

Oliver Hofmann