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Darum feiern wir die Heiligen Drei Könige

Darum feiern wir die Heiligen Drei Könige
Sternsinger – auch in diesem Jahr ziehen sie am 6. Januar wieder von Haus zu Haus (Foto: PR)

Wussten Sie, dass sich die Bezeichnung des Kasperl im Kindertheater von Caspar, einem der Heiligen Drei Könige, ableitet? Hm, zum Kindertheater gibt es nun wirklich keine hochreligiöser Verbindung… Da fragt man sich, woher es eigentlich kommt, dass wir die drei Weisen aus dem Morgenland mit einem solch hohen Feiertag, jedes Jahr am 6. Januar, ehren? Nun, gehen wir ein paar Tage zurück…

Die drei Weisen aus dem Morgenland

In der Weihnachtsgeschichte fällt den Männern eine große Bedeutung zu. Als Heilige Drei Könige sind sie unter den Namen Caspar, Melchior und Balthasar bekannt, die das Jesuskind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe beschenkten. Bereits im frühen Christentum rankten sich zahlreiche Legenden um ihre Personen, die sich über die Jahrhunderte hielten und heute dafür verantwortlich sind, dass der Tag unter den Namen Heilige Drei Könige, Dreikönigsfest oder Dreikönigstag bekannt ist.

Doch woher kommt nun dieser Feiertag? Nun, Früher wurde nicht am 25. Dezember, sondern am 6. Januar die Geburt Jesu sowie die Anbetung der Weisen aus dem Morgenland gefeiert. Erste Überlieferungen gehen auf das Jahr 336 n. Chr. zurück. Später trennte man die Festlichkeiten in Christtag und Heilige Drei Könige. Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche legen die Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland aus. Gesetzlich anerkannt ist der Feiertag allerdings nur in den katholisch geprägten Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt. In stark katholisch beziehungsweise christlich-orthodox geprägten Ländern wie Spanien oder Russland wird an diesem Festtag auch Weihnachten begangen. 

Bräuche am 6. Januar

Zu diesem Feiertag gibt es seit dem 16. Jahrhundert zahlreiche Bräuche. Auch bei uns in Oberschwaben und dem Allgäu haben sich diese bis heute erhalten. So ziehen an diesem Tag die Sternsinger von Haus zu Haus, singen Lieder von von der Geburt und dem Leben Jesu. Zum Dank erhalten sie Nüsse, Äpfel, Süßes sowie Spenden für karitative Zwecke. Wer großherzig spendet, bekommt zum Dank sein Haus mit dem Symbol „C+M+B“ am Hauseingang gesegnet – es bedeutet „Christus Mansionem Benedicat“, „Christus segne dieses Haus“.

Eva Heine