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Coronaopfer WOCHENBLATT

Coronaopfer WOCHENBLATT
(Bild: WOCHENBLATT)
WOCHENBLATT

WOCHENBLATT mit Haupsitz in Ravensburg und Geschäftsstellen in Friedrichshafen, Biberach und Tuttlingen: Wechsel ins Regelverfahren.

Ravensburg – Eine hoffnungsvolles Re-StartUp leidet unter dem Corona-Virus: Das Unabhängige Wochenblatt wechselt von Eigenverwaltung auf Regelverfahren. Vor zwei Jahren wollte der ehemalige Eigentümer das über 45 Jahre alte Traditions-Unternehmen bereits über eine von langer Hand geplante Insolvenz im Rahmen einer Gebietsbereinigung abwickeln, trotz positiver Umsätze, immer guter Ergebnissituation und mehr als ausreichender Liquidität zur Fortführung des Geschäftsbetriebs.

Dank mutiger Unternehmer aus der Region konnte das Wochenblatt wieder reaktiviert werden, um die regionale Medienvielfalt zu erhalten und fast 300.000 Haushalte vom Bodensee übers Allgäu, vom Schussental bis in den Schwarzwald Woche für Woche mit aktueller kostenfreier Berichterstattung zu versorgen – gedruckt und digital.

Obwohl heftige Attacken des Marktbegleiters den Start sehr erschwerten, war das Wochenblatt dank des maximalen Engagements aller Mitarbeiter und der Treue der langjährigen Kunden auf einem guten Weg.

Der Ausbruch der Corona-Pandemie und der damit einhergehende Shutdown weiter Bereiche der Wirtschaft, und damit der Anzeigenkunden des Wochenblatts unterbricht die Erfolgsstory jäh: Die Umsätze der rein anzeigenfinanzierten beliebten Wochenzeitung brachen radikal ein. Um die schlimmsten Folgen abzufedern, hatte sich das mittelständische Unternehmen bereits Mitte März in ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung begeben. Leider hat diese Maßnahme allein nicht ausgereicht, um die Liquidität des Unternehmens zu sichern – zu groß sind die wöchentlichen Verluste, die mit jeder Ausgabe derzeit eingefahren werden.

Dies ist sehr bedauerlich, da das Land Baden-Württemberg und die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg unter Hochdruck dabei sind, gemeinsam mit regionalen Banken ein finanzielles Wochenblatt-Rettungspaket aus den Corona-Hilfsprogrammen zu schnüren.

Sicher ist: Trotz des eingeleiteten Verfahrens kämpft das WOCHENBLATT Team um die Fortführung des Unternehmens und hofft auf eine baldige Belebung der regionalen Wirtschaft, um dann wieder durchstarten zu können.

Fürs Erste heißt das jedoch: Das Wochenblatt geht in den Dornröschenschlaf, in dem es sich neu sortieren wird.

Liebe Leser und Kunden: Bleiben Sie ihrem Wochenblatt gewogen, online sind wir aktuell weiter für Sie da.