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Auslandserfahrung im Handwerksberuf sammeln

Auslandserfahrung im Handwerksberuf sammeln
Die Auszubildenden konnten 14 Tage in Frankreich ihren Handwerksberuf neu kennenlernen und ihre Sprachkenntnisse erweitern. (Bild: Handwerkskammer Ulm)
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15 Azubis aus dem Gebiet der Handwerkskammer Ulm machen Auslandspraktika in Frankreich

15 Kraftfahrzeugmechatroniker- und Fleischer-Auszubildende aus dem Gebiet der Handwerkskammer Ulm haben ein Auslandspraktikum in Frankreich erlebt. Die Auszubildenden haben die Chance genutzt, in die berufliche Ausbildung Frankreichs zu schnuppern und sich mit französischen Azubis und Betriebsinhabern auszutauschen. „Für Studierende ist ein Auslandsaufenthalt heute selbstverständlich. Auch Handwerkerinnen und Handwerker können in fremde Länder reisen und ihren Horizont erweitern. Das ist also schon mal kein Alleinstellungsmerkmal der akademischen Bildung mehr“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

14 Tage haben die Azubis bei Praktikumsbetrieben gearbeitet und die Bildungsstätte der Partner-Handwerkskammer in Angers besucht, Kenntnisse über das Berufsbild und Ausbildungssystem in Frankreich gewonnen und ihre Sprachkenntnisse erweitert. Zu vermittelnde Lerninhalte wurden dabei im Vorfeld festgelegt und sind Teil der Ausbildung. Mehlich betont, dass berufliche Auslandsaufenthalte  persönliche Bereicherung und Karrieresprungbrett zugleich seien. Darüber hinaus profitierten die Betriebe vom Erfahrungsschatz der Azubis, denn die würden neue Ideen und Impulse in den Betriebsalltag mitbringen.

Seit einigen Jahren führt die Handwerkskammer Ulm mit der Partnerorganisation in Angers ein Lehrlingsaustausch-Programm durch. Im Herbst jeden Jahres entsendet die Handwerkskammer Ulm Lehrlinge nach Frankreich, im Frühjahr findet ein Gegenaustausch französischer Auszubildender bei uns statt. Während des Auslandsaufenthaltes wohnen die Azubis im Internat der Partnerkammer in Angers. Das Praktikum ist für den Ausbildungsbetrieb und Auszubildenden kostenlos. Das Projekt wird aus Mitteln der Handwerkskammer Ulm und aus Mitteln des Programmes „Erasmus+“ finanziert. 

Text: Handwerkskammer Ulm