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Stadtgraben wurde neu und vielfältig bepflanzt – Nutzen für die Natur und Freude fürs Auge

Stadtgraben wurde neu und vielfältig bepflanzt – Nutzen für die Natur und Freude fürs Auge
Abgebildet sind von (von links) Katrin Semjan, Herrmann Peter, Axel Strehle und Ann Katja Weiß (alle Stadt Bad Waldsee) sowie Bernd Rees (Garten- und Landschaftsbau Müller aus Weingarten) und Ulla Hauser (Freiraumplanung aus Waldburg). (Bild: Brigitte Göppel)
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BAD WALDSEE – Mehr als 10.200 Stauden, Blumenzwiebeln und Gehölze sind in den vergangenen zwei Wochen im Bad Waldseer Stadtgraben, zwischen der Muschgaystraße und der Hauptstraße, gepflanzt worden. So wurde der Bereich großflächig umgestaltet. Schon jetzt wirkt der kleine „Park“, direkt in der Altstadt und mit den fünf neu fundamentierten und frisch belatteten Sitzbänken, viel größer und einladender als zuvor – fast schon wie ein Ruhepol, der ideal für eine kleine Auszeit geeignet ist.

Die neue Bepflanzung ist so gewählt, dass das ganze Jahr über Pflanzen blühen und damit Lebensraum und Nahrung für Insekten geboten werden kann. Gleichzeitig soll die Bepflanzung auch das Auge der Menschen erfreuen. Der Bereich entwickelt sich derzeit zu einem „Naturparadiesle“ für Mensch und Tier. Die gesamte Pracht wird sich aber erst im Lauf der nächsten zwei bis drei Jahre richtig entfalten, wenn alles gut angewachsen und gediehen ist. Dann werden verschiedene Wildrosen – zum Beispiel Hundsrose, Kartoffelrose, Lederblättrige Rose, Hechtrose, Filzrose oder Zimtrose – blühen. Aber auch Anemonen, Iris, Kräuter und viele andere auf einander abgestimmte Wild- und Kulturstauden sowie Gehölze aus lokaler Aufzucht werden mit ihren Blüten und Düften die Besucher verzaubern.

„Ich finde, der gesamte Bereich hat optisch durch die Umgestaltung sehr gewonnen“, sagt Ann Katja Weiß, Leiterin der städtischen Abteilung Grünflächen. „Bei der Planung und Umsetzung standen aber auch die Belange des Natur- und Umweltschutzes sowie der Biodiversität an vorderster Stelle. Die Maßnahmen wurden mit den Anwohnern, NABU und BUND abgestimmt. Das i-Tüpfelchen sind die zusätzlichen Nistkästen.“ Der Stadtgraben hat zwei verschiedene Bereiche: Einen eher sonnigen und einen eher schattigen Bereich. Die Pflanzen wurden den jeweiligen kleinklimatischen Verhältnissen entsprechend ausgewählt. Die dazu passenden Substrate, eines mit mehr Wasserspeicher und eines für schattigere Plätze, minimieren den Pflegeaufwand und schaffen optimale Bedingungen für die Pflanzen.