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Sporthalle nach Sanierung des Wasserschadens wieder nutzbar

Sporthalle nach Sanierung des Wasserschadens wieder nutzbar
Vertreter von Schulen und Vereinen haben sich die neuen Sportgeräte in der sanierten Mensa-Sporthalle zeigen lassen. Sie alle sind erleichtert (Bild: Brigitte Göppel)
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Bad Waldsee – Seit vergangenem Dienstag, 21. Januar, ist die Sporthalle der Schulmensa auf dem Döcht­bühl wieder nutzbar. Darüber freuten sich die Vertreter der Schulen und Vereine am 16. Januar bei der Einweisung in die neuen Geräte. Die Halle war zur Sanierung eines Wasserschadens geschlossen.

Ende Juli 2016 hatte man erhöhte Feuchtigkeitswerte im Bereich der Bodenaufbauten der Halle, des Flurs und der Umkleiden festgestellt.

Weitere Untersuchungen ergaben, dass sich stehendes Wasser in den eingebauten Bodenhülsen der Sportgeräte befand und die Bodenaufbauten der Sporthalle sowie der angrenzenden Bereiche stark durchfeuchtet waren.

Nach dem Rückbau der am stärksten betroffenen Bereiche der Sporthalle, des Flurs, der Umkleiden und der Lehrerumkleide im März 2019 konnte mit den weitreichenden Untersuchungen zu den Feuchteschäden begonnen werden. Es wurden die Stahlbetonwände, die Stahlbetonbodenplatte wie auch alle Durchgänge, die durch die genannten Bauteile führen, begutachtet. Zusätzlich wurden auch die außenseitig liegenden Abdichtungen verschiedener Bereiche kontrolliert und die Pegelstände des Notausgang-Schachtbauwerks genommen. Mehrere Versuchsreihen außerhalb und innerhalb der Sporthalle wurden durchgeführt und ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass der Hauptschadensverursacher eine defekte Abdichtung der Notausgangstüre an der Südfassade der Mensa im Bereich des Notausgang-Schachtes war.

Im Lauf der Jahre konnte dort immer wieder Niederschlagswasser und Stauwasser des Schachtes in das Innere der Halle und somit über den Rohfußboden bis in die Bodenaufbauten Umkleidebereiche eindringen.

Dieser Mangel wurde behoben und zur Sicherheit wurde in den Schacht der Notausgangstreppe ein so genannter Pumpensumpf eingebaut. Mit der Pumpe wird automatisch das angestaute Wasser in die nahegelegene Retensionfläche gepumpt. Ebenso wurde das Schachtbauwerk der Notausgangstreppe im Erdgeschoss mit einer Glas-/Stahlkonstruktion überdacht, um gegebenenfalls anfallendes Niederschlagswasser bereits im Erdgeschoss abzufangen, sodass es nicht in den Schacht eindringen kann. Weiterhin wurden aus Sicherheitsgründen in die Stahlbeton- Bodenköcher der Sportgeräte verschweißte Edelstahlköcher eingebaut und mit Epoxidharz vergossen. So wurden die Edelstahlköcher wasserdicht an die bestehende Stahlbetonbodenplatte angebunden. Die neuen Hülsen der Sportgeräte wurden dann in diese Köcher eingebaut. Durch Rückbau der durchfeuchteten Bereiche und nach Behebung der festgestellten Schäden hat sich ein weniger starkes Schadensbild abgezeichnet als bis dahin angenommen.

Die Arbeiten in der Sporthalle sind nahezu abgeschlossen. Der Bodenaufbau ist, wie bereits berichtet, neu. Die Wände wurden gestrichen und es mussten neue Geräte für die neuen Bodenhülsen angeschafft werden.

Die Kosten für die Wiederherstellung der durch den Feuchteschaden betroffenen Bereiche liegen bei rund 350.000 €.

Der Gemeinderat wurde in der Sitzung vom 26. Juni 2017 über die Schadensbilder und über die weitere Vorgehensweise informiert. Eine Eröffnung eines Klageverfahrens auf Schadensersatz wegen des Feuchtigkeitsschadens wurde am 15. Oktober 2018 durch den Gemeinderat beschlossen. Das Landgericht Ravensburg hat mittlerweile die Klage auf Schadensersatz aufgrund von Verjährung der Ansprüche abgewiesen. Somit muss die Stadt Bad Waldsee die Kosten für die Schadensbehebung tragen.

„Für alle Betroffenen bedeutet dies natürlich wieder eine gewisse Entspannung und wieder ein Stück Rückkehr zur Normalität“, sagt Gerlinde Buemann, bei der Stadtverwaltung für Schulen und Betreuung zuständige Fachbereichsleiterin. „Vor allem da es in der Schwemme ja sportliche Einschränkungen gegeben hat, denn es gab dort keine Möglichkeit für Ballsport wie zum Beispiel Tennis und Fußball.

Selbstverständlich freut sich auch die Stadt, dass die Sanierungsmaßnahmen fristgerecht abgeschlossen werden konnten und die Schulen und Vereine von Anfang an konstruktiv zur Lösung des Problems mit beigetragen haben. Daher möchte sich die Stadt bei allen für ihr Verständnis und die gute Zusammenarbeit bedanken.

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