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Danke an Helfer in der Krise

Danke an Helfer in der Krise
(Bild: Fuat Karaismailoglu)
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Bad Wurzach – „Mit dieser Aktion wollen wir Danke sagen“, erklärt der Vorsitzende des Türkischen Kultur- und Bildungszentrums Bad Wurzach, Fuat Karaismailoglu. Der Verein hatte – mit nötigem Abstand – Rosen verteilt.

„Wir wollen uns damit bei den Menschen bedanken, die in der aktuellen und schwierigen Situation für andere da sind, die helfen und zum Wohle der Gemeinschaft sogar ihre eigene Gesundheit zurückstellen. Danke!“, so Karaismailoglu. Es ist eine kleine Geste, mit hoffentlich großer Wirkung. „Die Rosen sind für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Einzelhandel oder im Sozial- und Gesundheitsdienst. Danke für den tollen Einsatz, danke für die Überstunden, die Sie für uns Bürger in Kauf nehmen und danke für die Geduld, die Sie täglich für uns aufbringen“, meint der Vereinsvorsitzende aus vollem Herzen.

Außerdem lobt er die Damenabteilung des Vereins, die aufopfernd für alleinlebende Mitbürger oder ältere Menschen kocht und backt. Sie erledigen für diese Menschen, die Hilfe benötigen, Einkäufe und versorgen sie mit Essen. „Das ist für uns selbstverständlich, denn gerade jetzt müssen wir alle Solidarität zeigen und Personen, die vom Corona-Virus besonders gefährdet sind, unterstützen“, erklärt Fuat Karaismailoglu und sagt weiter: „Im Augenblick ist jeder Einzelne gefragt.“ Er und der Verein bedanken sich auch bei der Regierung von Baden Württemberg, die finanzielle Hilfen für die Bürger bereitstellt. „Und wir freuen uns darüber, dass die Bundeskanzlerin, die vor allem jetzt für alle Bürger da sein muss, negativ auf den Corona-Virus getestet wurde.“

Ein Lieblingszitat des Vereinsvorsitzenden ist zurzeit ein Spruch von Bertrand Russell: „Das Einzige, was die Menschheit zu retten vermag, ist Zusammenarbeit, und der Weg zur Zusammenarbeit nimmt im Herzen der Einzelnen seinen Anfang.“ Deshalb kommen die Rosen von Herzen und sollen ein Symbol der Zusammenarbeit sein.

Wie gut Zusammenarbeit und Hilfestellung bei den Bürgern Bad Wurzachs ankommen sieht Karaismailoglu in den Reaktionen auf seine letzte Pressemitteilung: „Wir boten Kinderbetreuung an für Eltern, die arbeiten müssen und deren Kinder daheim sind. Unser Angebot kam richtig gut an, dass wir viele Mails erhielten, die uns für unser Engagement lobten. Allerdings haben wir Sorge, dass wir dadurch den Virus verbreiten könnten. Nach Gesprächen mit Verantwortlichen haben wir das Angebot nun eingestellt. Das verstehen die Bürger zum Glück, denn sie haben erkannt, dass wir nur helfen wollten und das Angebot aus der Not heraus entstanden ist“, informiert Fuat Karaismailoglu.

Allen Mitmenschen wünscht Fuat Karaismailoglu nun: „Passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie gesund!“