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Preisgeld fließt in den neuen Dorfmarkt

Preisgeld fließt in den neuen Dorfmarkt
Mit Engagement und Ideen – wie dem neuen Dorfmarkt-Konzept – verbessern die Gestratzer ihre Lebensqualität. Dafür gibt‘s mit dem „Gütesiegel Heimatdorf“ eine weitere Auszeichnung. Der sehnlichst erwartete Laden wird am 7. November eröffnet. (Bild: VIO)

Bürgerschaftliche Engagement wird in der kleinsten Gemeinde des Landkreises Lindau, in Gestratz, groß geschrieben. Dass man damit nicht nur Lebensqualität und Infrastruktur verbessern, sondern auch mehr als einen Blumentopf gewinnen kann, hat die 1200-Einwohner-Gemeinde in diesem Jahr bereits eindrucksvoll mit einer Goldmedaille und einem Preisgeld in Höhe von 15 000 Euro im bundesweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ bewiesen(das WOCHENBLATT berichtete).

Im Oktober ist ein weiterer und mit 50 000 Euro dotierte Preis hinzugekommen. „Gütesiegel Heimatdorf“ heißt die Auszeichnung, die das bürgerschaftliche Engagement für bestimmte Projekte belohnt. Konkret geht es um den Einsatz, einen Dorfl aden auf ein solides, zukunftsfähiges Fundament zu stellen, nachdem die Aufgabe des früheren Ladens absehbar war. Die Kommune hat dazu im Hauptort gegenüber der Schule nun in Rekordzeit ein ansprechendes und durchdachtes Gebäude erstellt. Im Erdgeschoss wird gerade der Dorfmarkt eingerichtet, der am 7. November eröffnet. Im oberen Stockwerk stehen künftig zwei Sozialwohnungen für Familien zur Verfügung. „Das Preisgeld ist zweckgebunden, es kommt also dem Dorfmarkt zugute. Wir haben das Dach komplett mit einer Photovoltaikanlage belegt. Damit erfährt das Projekt auch noch eine ökologische Aufwertung“, freut sich Bürgermeister Hans Buhmann.

Von den bayernweit 150 Bewerberdörfen waren je zwei Gemeinden je Regierungsbezirk von einer Jury in einem vierstufi gen Bewerbungsverfahren ausgewählt worden. „Sie haben die Jury überzeugt, dass Ihre Projekte und Konzepte dazu beitragen, ihre Heimat vor Ort weiter zu entwickeln und die Lebensqualität und Heimatverbundenheit der Bewohner weiter zu verbessern. Ich freue mich, Ihre Gemeinden auszuzeichnen, auf die der Freistaat stolz sein kann“, lobte der bayrische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Prämierung der sechs südbayerischen Siegergemeinden.

V. Krauss