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Millionenprojekt geplant

Millionenprojekt geplant
Die Prinzregent-Luitpold-Klinik soll durch den geplanten Umbau mehr Platz für Patienten und ihre Begleitpersonen bekommen (Foto: KJF Augsburg)

Die Katholische Jugendfürsorge (KJF) plant eine Millioneninvestition, denn die historische Prinzregent-Luitpold-Klinik in Scheidegg, früher und heute eine Reha-Einrichtung, soll aufwendig umgebaut werden. Dafür müssen allerdings auch einige neuere Nebengebäude weichen.

SCHEIDEGG – Mit dem Umbau der über 100 Jahre alten Prinzregent-Luitpold-Klinik nimmt sich die KJF einem regelrechten Mammutprojekt an. Denn die Planung für die Umnutzung eines denkmalgeschützten Gebäudes ist langwierig und geht für gewöhnlich mit etlichen Hindernissen von statten. Doch nach zahlreichen Vorgesprächen, unter anderem mit dem Denkmalamt, wurde dem Umbau der Klinik nun vom zuständigen Bauausschuss des Marktgemeinderates zugestimmt.

So sieht das Konzept der KJF vor, im Haupthaus der Klinik das Dachgeschoss auszubauen, um dort rund 20 Appartements einzurichten. Zusätzlich seien weitere Arbeiten am Haupthaus nötig, unter anderem an der Fassade und rund um die Großküche, so der Träger der Klinik. Daneben sollen einige weitere ältere wie auch neuere Gebäude abgerissen werden – wie zum Beispiel die frühere Schule, deren Unterricht bereits vor zwei Jahren in den Ostfl ügel des Hauptgebäudes verlegt wurde sowie ein ehemaliges Personalwohnhaus aus den 1960er Jahren, das den heutigen Baustandards nicht mehr standhalten könne.

„Die Grundsteinlegung für die Klinik war im Jahr 1912, die Klinik entstand im Kern in den Jahren bis 1916. In diese über 100 Jahre alten Gebäude müssen wir immer wieder investieren, um sie in Schuss zu halten. Bei den abzureißenden Gebäuden sind aber auch jüngere Häuser dabei, die aus energetischen Gründen heute nicht mehr tragbar sind“, erklärt Winfried Karg, Pressesprecher der KJF Augsburg. Der Hauptgrund für die groß angelegten Umbaumaßnahmen sei allerdings das stets wachsende Behandlungsangebot, wofür die Klinik schlichtweg mehr Raum benötige.

Prinzregent Luitpold stiftete einst die Klinik für die Behandlung von an Tuberkulose erkrankten Kindern, behandeln hier heute circa 120 Mitarbeiter im Jahr bis zu 2 000 Kinder und Jugendliche mit Adipositas, Asthma, Neurodermitis, Kopfschmerzen/Migräne und anderen Krankheitsbildern. Auch Mutter-Kind-Kuren werden von der Klinik angeboten. Über die genaue Höhe der Investition schweigt die KJF. „Wir gehen davon aus, dass wir einen einstelligen Millionenbetrag aufwenden müssen“, erläutert Karg wage.

Mit Zuschüssen aus öffentlichen Kassen rechne die KJF nicht. Wann genau der Umbau beginnen soll und inwieweit er den Klinikbetrieb einschränken wird, kann der Pressesprecher noch nicht sagen. Sicher sei einzig und allein, dass die Klinik während der Arbeiten auf keinen Fall schließen werde.

Eva Heine