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Wir haben die Kandidaten nach ihren Zielen und Plänen gefragt – Daniel Obermayr

Wir haben die Kandidaten nach ihren Zielen und Plänen gefragt – Daniel Obermayr
Daniel Obermayr, 49 Jahre, Entwicklungsingenieur bei der Lindauer Dornier GmbH, kandidiert für Bunte Liste Lindau (Bunte) (Bild: Ulrich Stock)

Lindau – Das sind die Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am 15. März. Wir haben sie nach ihren Zielen und Plänen gefragt.

Wie muss Bürgerbeteiligung gestaltet werden, damit der Bürgerwille in den Entscheidungen auch sichtbar wird?

Sie muss wirksam sein, damit Bürger*innen ihren Beitrag wiederfinden. Sie muss die Richtigen beteiligen, Betroffene, Interessierte und Interessenvertreter in einem Plenum. Beschlüsse basierend auf Beteiligungsverfahren sollen namentlich erfolgen. Genaueres erfahren sie beim Bunten Themenabend am 08.03. um 20 Uhr im Gasthof Köchlin.

Was wollen Sie tun, damit Wohnen in Lindau wieder bezahlbar wird?

Nur auf städtischen Flächen kann sichergestellt werden, dass Wohnungen spekulationsfrei vermietet werden. Es ist also eine langfristige Strategie, Flächen und Gebäude in unseren Besitz zu bringen. Kurzfristig hilft eine Zweitwohnungssatzung die Preise zu dämpfen.

Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um die Parksituation in der Stadt insgesamt zu verbessern?

Das Parken muss nach Nutzergruppen getrennt betrachtet werden. Also automobile Tagesgäste mit P&R abgefangen, Anwohnerparkzonen ausgeweitet, Quoten für Bewohner und Beschäftigte auf den beschrankten Parkplätzen eingerichtet werden. Langfristiges Ziel ist es natürlich, den Anteil des Autoverkehr zu reduzieren.

Wann bekommen die Lindauer in Reutin ein Bahnhofsgebäude und welche Infrastruktur ist dafür notwendig?

Leider geht der Bahnhalt in Betrieb bevor es ein Gebäude gibt. Die Bahn ist aber bereit, Flächen für ihren Bedarf zu mieten, und auf dem Servicebereich sind noch zusätzliche Flächen für Wohnen oder Büros möglich. Damit sollte es eine für die GWG rentierliche Investition sein.

Welches Projekt ist zurzeit in Lindau am dringlichsten und bis wann soll dieses umgesetzt werden?

Bei der Erschließung des Giebelbachviertels sollten wir nicht trödeln. Ansonsten brauchen die großen Vorhaben, Klimaschutzkonzept etwa oder Stadtentwicklung Reutin, genügend Zeit zur Bürgerbeteiligung. Je besser die Fakten vermittelt, Einwände beantwortet und Ideen aufgenommen wurden, desto leichter die anschließende Umsetzung.

Warum glauben Sie, dass gerade Sie der richtige Mann bzw. die richtige Frau für den OB-Posten sind?

In unseren Zeiten der Veränderung genügt es nicht, ein guter Verwalter zu sein. Der OB muss politisch sein, eine Meinung haben und den Willen, Meinung zu bilden. Der Politik mit den Bürger*innen macht. Ansonsten haben wir Stagnation, während sich um uns herum die Welt weiter dreht.