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Wir haben die Kandidaten nach ihren Zielen und Plänen gefragt – Claudia Alfons

Wir haben die Kandidaten nach ihren Zielen und Plänen gefragt – Claudia Alfons
Claudia Alfons, 37 Jahre, Richterin am Landgericht München, kandidiert für FDP, Lindau Initiative (LI) und Bürger Union (BU) (Bild: Ulrich Sock)

Lindau – Das sind die Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am 15. März. Wir haben sie nach ihren Zielen und Plänen gefragt.

Wie muss Bürgerbeteiligung gestaltet werden, damit der Bürgerwille in den Entscheidungen auch sichtbar wird?

Die Menschen wollen mitentscheiden, das zeigt ihr beeindruckendes Interesse an dieser Wahl. Ich werde sowohl analog als auch digital Beteiligung ermöglichen. Analog, durch wöchentliche Bürgersprechstunden, eine städtische Info- und Servicestelle und die bisherigen Formate. Digital, durch ein Online-Portal mit Bürger-App.

Was wollen Sie tun, damit Wohnen in Lindau wieder bezahlbar wird?

Die GWG plant und baut viele Wohnungen. Ich werde Genehmigungsverfahren beschleunigen. Insgesamt gilt: Bauen ja, aber nicht ohne Maß. Ich stehe für eine vorausschauende Bodenpolitik, die Spekulation unterbindet, mithilfe von Erbpacht, Baugenossenschaften und Konzeptvergaben. Was und wie wir heute bauen, prägt unsere Zukunft.

Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um die Parksituation in der Stadt insgesamt zu verbessern?

Ein Parkkonzept als Teil eines fortschrittlichen Mobilitätskonzepts, mit dem wir überall gut hinkommen. Dazu gehören ein pünktlicher, günstigerer Stadtbus, Ride-Sharing-Angebote, Shuttles für Tagestouristen und ein intelligentes Parkleitsystem. Zeitnah brauchen wir zudem Stellplätze am Karl- Bever-Platz sowie in Quartiersgaragen.

Wann bekommen die Lindauer in Reutin ein Bahnhofsgebäude und welche Infrastruktur ist dafür notwendig?

So schnell wie möglich. Für den Einstieg in die Mobilitätswende brauchen wir einen voll funktionsfähigen Bahnhof. Das ist auch den Bürgern wichtig. Die Gestaltung sollte auch architektonisch ansprechend sein, da es das Erste sein wird, was Gäste künftig von Lindau sehen. Daher wird der Bahnhof Reutin für mich Chef-Sache.

Welches Projekt ist zurzeit in Lindau am dringlichsten und bis wann soll dieses umgesetzt werden?

Als Oberbürgermeisterin muss man trotz Tagesgeschäft alles im Blick haben und zugleich Schwerpunkte setzen. Das gelingt am besten, wenn Bürger, Stadtrat und Verwaltung Hand in Hand arbeiten. Zu Amtsbeginn wird es u.a. darumgehen, unsere Mobilität sicherzustellen, mit dem Bahnhof Reutin und zusätzlichen Parkplätzen für die Insel.

Warum glauben Sie, dass gerade Sie der richtige Mann bzw. die richtige Frau für den OB-Posten sind?

Ich bin in hier verwurzelt, bringe aber den Blick von außen mit. Als Richterin bin ich gewohnt, alle anzuhören, komplexe Sachverhalte zu durchdringen, gütliche Lösungen zu suchen und zu entscheiden. Ich packe an, mit Zuversicht, Humor und Respekt. Die Lindauer können sich darauf verlassen, dass ich hier gute Arbeit leisten werde.