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Geplantes Bürgerbegehren irritiert

Das Bürgerbegehren gefährdet auch die Uferstufen. (Foto: Atelier Loidl)
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Mit Irritation hat das Team der Gartenschau „Natur in Lindau 2021“ auf die Ankündigung einzelner Geschäftsleute reagiert, ein Bürgerbegehren gegen die Gartenschau 2021 zu initiieren. 

Lindau – „Die Gartenschau ist nicht nur von elementarer Bedeutung für die Hintere Insel, sondern mit dem Luitpold- und dem Bürgerpark ein zentraler Beitrag zum Frei- und Grünflächenkonzept in der ganzen Stadt“, so Geschäftsführer Meinrad Gfall.

„Die Qualität, die wir durch die jetzige Planung erreichen, ist nicht mehr gegeben, wenn wir die Planungen aufsplitten“, ist er überzeugt.Geschäftsführerin Claudia Knoll ist in mehrfacher Hinsicht überrascht von der Initiative: „Natürlich gab es in der Geschichte der Gartenschauen immer wieder Bürgerentscheide. Aber ein Bürgerentscheid, nachdem bereits mit den Bauarbeiten begonnen wurde und somit klar ist, dass erhebliche Fördermittel zurückbezahlt werden müssten, dürfte einmalig sein.“

„Gerade der Bürgerpark ist unter den Aspekten von Arten- und Klimaschutz wichtig“, ergänzt sie. Ihn einem Parkplatz zu opfern, hält sie angesichts der aktuellen Diskussion für schwer nachvollziehbar.Sie weist auch darauf hin, dass mit der Gartenschau nicht nur Kunden und Gäste nach Lindau kommen, sondern auch jede Menge Aufträge für Unternehmen aus der Region.

Dies habe sich bereits jetzt gezeigt. „Dazu reden wir noch über Liefer­rechte bei Getränken und Lebensmitteln, gastronomische Angebote, aber auch darüber, dass die Gartenschau eine weithin beachtete Bühne bietet, auf der sich innovative Unternehmen präsentieren können.“ Sie ist aber zuversichtlich, was die Gartenschau angeht.

„Das gesamte Team und, wie sich an den öffentlichen Reaktionen zeigt, auch die meisten politischen Kräfte stehen hinter der Gartenschau. Besonders freuen wir uns über die Unterstützung vieler Lindauer in den sozialen Netzwerken.“