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Fischbestand bewertet

Fischbestand bewertet
Eine Rarität (FOTO: FORSCHUNGSSTELLE LANGENARGEN)
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Von Mitte September bis Mitte Oktober 2019 wurde der Fischbestand des Bodensees durch die Fischereiverwaltung BadenWürttembergs intensiv mit Hilfe verschiedener Fischfangmethoden untersucht.

LINDAU – Die Befi schungsaktion war Bestandteil des Projektes SeeWandel, ein internationales ökologisches Großprojekt rund um den Bodensee, welches über Europäische und Schweizer Mittel fi nanziert wird. Mit Hilfe der Befi schungskampagne werden verschiedene Fragestellungen verfolgt. Wie hat sich der Fischbestand im Vergleich zu einer ähnlichen Befi schung von vor fünf Jahren entwickelt? Sind heute bestimmte Fischarten häufi ger, während andere seltener zu finden sind? Wie entwickeln sich die Fische, wie gut wachsen sie und wie erfolgreich fortpfl anzen sie sich fort?

Außerdem prüft ein systematischer Methodenvergleich, ob ein regelmäßiges Bodenseefi schmonitoring mit weniger Aufwand für die Zukunft festgeschrieben werden könnte. Derzeit werden die erhobenen wertvollen Daten digitalisiert und anschließend umfangreich ausgewertet. Ausführlichere Informationen zur Entwicklung der Fischartengemeinschaft können daher erst im Laufe des nächsten Jahres gegeben werden.

Dennoch können schon jetzt erste Aussagen getroffen werden. Insgesamt wurden 29 Fischarten nachgewiesen, eine Art mehr als 2014. Die häufi gste Art war der Barsch. Ein deutlicher Anstieg in den Fangzahlen im Vergleich zu vor fünf Jahren konnte beim Wels festgestellt werden, der von den ansteigenden Temperaturen profi tiert. Im Freiwasser des Sees wurden Felchen, Stichling, Barsch und Ukelei gefangen. Ein erfreuliches Teilergebnis ist der Tiefseesaibling. Diese verschollen geglaubte Art, die 2014 erstmals nachgewiesen werden konnte, war regelmäßig in den Fängen zu finden.

PM