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Ärzte richten in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Corona-Zelt ein

Ärzte richten in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Corona-Zelt ein
v.l.n.r.: Landrat Elmar Stegmann und Dr. Krischan Rauschenbach. (Bild: Landratsamt Lindau)
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Lindau – Lindauer Ärzte haben in Zusammenarbeit mit der Asklepios Klinik Lindau und dem Landratsamt in Lindau ein Corona-Zelt für Betroffene eingerichtet. Das Zelt steht auf einem Parkplatz an der Friedrichshafener Straße gegenüber der Asklepios Klinik Lindau. Nur wer einen Termin sowie eine Überweisung seines Hausarztes, des Gesundheitsamtes oder aber über die 116117 einen Termin für die Sprechstunde erhalten hat, kann dort getestet werden. Terminberechtigt sind diejenigen, die akute Symptome aufweisen und es damit konkrete Hinweise auf eine Infektion gibt. Wichtig: Bitte die Versichertenkarte mitbringen, da bei begründeten Verdachtsfällen der Test von der Krankenkasse bezahlt wird.

Landrat Elmar Stegmann, der die Einrichtung des Corona-Zeltes unterstützt hat, erläutert die Struktur: „Das Corona-Zelt ist als Entlastung für die niedergelassenen Ärzte gedacht. Patienten, die nicht so schwer erkrankt sind, dass sie die Wohnung nicht verlassen können, können hier getestet werden.“ Die Patienten erhalten die Termine so, dass sie sich im Zelt nicht begegnen. Wer ohne Termin zum Zelt kommt, muss leider weg geschickt werden. Flächendeckend zu testen, ist nicht leistbar, da die Kapazitäten bei den Ärzten und Laboren für diejenigen gebraucht werden, die tatsächlich erkrankt sind.

Landrat Elmar Stegmann dankt allen, die beim Aufbau des Corona-Zeltes mitgewirkt haben: Den beteiligten Ärzten, dem Verwaltungspersonal des MVZ Lindau-Lindenberg, der Asklepios Klinik Lindau sowie dem THW Lindau. „Es ist wichtig, dass wir Strukturen so stärken, so dass sich jeder auf die Arbeit konzentrieren kann, die in seinem Bereich wichtig ist – die niedergelassenen Ärzte ebenso wie die Krankenhäuser“, so Stegmann. Die niedergelassenen Ärzte haben mit dem Corona-Zelt eine Alternative für leichtere Fälle und die Krankenhäuser können sich mit voller Kraft auf die Patienten konzentrieren, die so schwer erkrankt sind, dass sie im Krankenhaus stationär versorgt werden müssen.

Beide Krankenhäuser sind gemäß den Vorgaben des RKI gut vorbereitet und haben interne Vorgehensweisen für den Umgang mit potentiellen Coronavirus Verdachtsfällen, die aufgrund der Schwere ihrer Symptome eine stationäre Weiterbehandlung im Krankenhaus benötigen, erarbeitet. Entsprechende vordefinierte Bereiche zur Behandlung von Verdachtsfällen sind eingerichtet.