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Keine Kommunion in der Birnau

Keine Kommunion in der Birnau
Pater Bruno von der Basilika Birnau in Uhldingen. (Bild: Nicole Marosi)

Region – Die Corona-Krise macht auch vor der Basilika Birnau keinen Halt. Am 19. April hätte dort die heilige Erstkommunion für einige Kinder stattgefunden. Pater Bruno beantwortet einige Fragen zur aktuellen Lage.

Ist schon ein neuer Termin für die Kommunion geplant?


Nein. Aufgrund der Ungewissheit, wie lange die kritische Situation noch andauert, wird das Planen erheblich erschwert, um nicht zu sagen – verunmöglicht. Sobald jedoch das Verbot für öffentliche Versammlungen außer Kraft gesetzt wird, kann über einen konkreten Ausweichtermin für die Erstkommunionfeier nachgedacht werden.

Wie haben die Kinder es aufgenommen, dass die Kommunion nicht stattfinden wird? Haben Sie hierzu Rückmeldung bekommen?

Die Kinder haben sich hierzu nicht explizit geäußert, weil die vorübergehende Einstellung des Unterrichts nicht von heute auf morgen erfolgt ist. Die Mitteilung der einstweiligen Verfügung erfolgte in erster Linie über die Eltern. Allerdings lässt die Motivation der Kinder im Unterricht wohl den Rückschluss zu, dass sie sich aufrichtig auf den Tag ihrer Hl. Erstkommunion am 19. April 2020 gefreut haben.

Was bedeutet die jetzige Situation für die Klosterkirche Birnau im Allgemeinen?

Die Situation ist vergleichbar mit einem Festbankett. Das Festmahl ist fertig, doch die Geladenen dürfen einstweilen aus bekanntem Grund nicht daran teilnehmen. Die Klosterkirche Birnau ist jedoch, wie sonst auch, tagsüber für die Besucher offen. Es ist in diesen Tagen mehr Platz und Ruhe zum Verweilen im Gebet.

Wie ist es für Sie nun ohne heilige Messen, haben Sie mehr Zeit für sich?

Die heilige Messe feiere ich weiterhin jeden Tag, nur ohne Beteiligung des Volkes. Durch die notgedrungene Reduzierung anderer Gottesdienstangebote und pastoraler Aufgaben habe ich schon mehr Zeit – genau das, was ich mir immer wieder gewünscht habe, um z. B. unerledigte Dinge aufarbeiten zu können, oder um vor allem auch das geistliche Leben zu erneuern und zu vertiefen.

Was ist, wenn jemand dringend eine Beichte ablegen möchte?

Die Art der geistlichen Grundversorgung wird nach wie vor aufrecht erhalten bzw. angeboten, und zwar nicht nur in dringenden Fällen – die Ansteckungsgefahr durch die Sünde gilt es genauso ernst zu nehmen. Zudem ist die Beichte das Ostergeschenk des auferstandenen Herrn Jesus Christus an seine Kirche. Und wer möchte, zumal in dieser Zeit der Prüfung, nicht Frieden in seinem Herzen verspüren?