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Infektionsambulanz – Häufig gestellte Fragen

Infektionsambulanz – Häufig gestellte Fragen
(Bild: Adobe Stock)
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Überlingen – Die Infektionsambulanz in der Kreissporthalle in Überlingen nimmt ab Donnerstag, den 19.03.2020, ihren Betrieb auf.

Nachfolgend haben wir die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Infektionsambulanz zusammengestellt:

Was ist eine Infektionsambulanz?
Die Infektionsambulanz dient der ambulanten Behandlung von Patienten mit starken Atemwegsinfekten oder hohem Fieber. Ziel ist es, die örtlichen Hausarztpraxen bei der Diagnose und Entscheidung über die weitere Behandlung zu entlasten und die Ressourcen der Krankenhäuser zu schonen.

Ich habe Angst, mich mit dem Corona-Virus angesteckt zu haben. Kann ich nun zur Infektionsambulanz kommen?
Nein, bitte suchen Sie die Infektionsambulanz nicht unaufgefordert auf. Dies würde den Ablauf stören.
Patienten, die an Fieber oder einem Atemwegsinfekt leiden oder eine Infektion mit dem Corona-Virus befürchten (hier gelten die Vorgaben des RKI), stimmen sich telefonisch mit ihrem Hausarzt ab. Dieser entscheidet, ob eine Zuweisung in die Infektionsambulanz notwendig ist.

Grundsätzlich wird dies bei Patienten der Fall sein, die an schweren Symptomen (hohes Fieber und schwere Atemwegserkrankungen) leiden.

Wie bekomme ich einen Termin in der Infektionsambulanz?
Die Behandlung in der Infektionsambulanz erfolgt nur nach vereinbarten Terminen, die über den Hausarzt vergeben werden. Bitte suchen Sie die Infektionsambulanz nicht unaufgefordert auf. Wenn Sie eine Ansteckung mit dem Corona-Virus befürchten oder an Fieber oder einem Atemwegsinfekt leiden, rufen Sie bitte Ihren Hausarzt an und klären Sie mit ihm die weitere Vorgehensweise.

Was passiert in der Infektionsambulanz?
Personen, die vom Hausarzt in die Infektionsambulanz zugewiesen werden, suchen diese zum vereinbarten Termin auf. Bei besonders schweren Erkrankungen wird der Transport vom Rettungsdienst übernommen. Vor Ort werden die Patienten unter Einhaltung der erhöhten Hygienevorschriften im Behandlungsraum untersucht. Der diensthabende Arzt entscheidet, welche weiteren Maßnahmen zu ergreifen sind (Überweisung ins Krankenhaus, Verschreiben von Medikamenten). Kuriert der Patient seine Erkrankung zuhause aus, ist ein Nachsorgetermin wiederum über den Hausarzt zu vereinbaren. Eine längerfristige Behandlung und Beobachtung in der Infektionsambulanz ist nicht vorgesehen.

Werden dort Corona-Tests durchgeführt?
Bei begründetem Risiko werden Patienten auch auf eine Infektion mit dem Corona-Virus per Abstrich getestet. Die Kriterien, wer getestet wird, werden durch das RKI und das Gesundheitsamt vorgegeben. Diese können sich kurzfristig ändern. Im Fokus steht jedoch die eigentliche Behandlung und Entscheidung über die weiteren Maßnahmen.

Wie ist die Infektionsambulanz aufgebaut?
In den Umkleidebereichen der Halle wurden sechs Behandlungszimmer eingerichtet. Weiter gibt es einen Wartebereich und Umkleideräumlichkeiten für das medizinische Personal. Die medizinische Ausstattung ist weitgehend vergleichbar mit der Notfallpraxis im Helios-Spital.

Wer arbeitet in der Infektionsambulanz?
Derzeit sind zwei Ärzte vor Ort. Bei Bedarf kann die Anzahl der diensthabenden Ärzte auf bis zu sechs Mediziner aufgestockt werden.

Das Ärzteteam besteht aus mehreren Allgemeinmedizinern aus Überlingen und Umgebung. Sie stellen auch medizinische Fachangestellte, die den diensthabenden Ärzten assistieren.

Oberbürgermeister Jan Zeitler bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten, die die Einrichtung der Infektionsambulanz möglich gemacht haben. Sein Dank richtet sich insbesondere an

  • alle Ärzte, medizinische Fachangestellte und ehrenamtliche Helfer, die den Betrieb durch ihren Einsatz möglich machen.
  • das Landratsamt Bodenseekreis, das die Ausstattung mit Schutzmaterial, die Organisation des Parkplatzes, die Verpflegung des medizinischen Personals und die Reinigungsarbeiten übernimmt.
  • die kassenärztliche Vereinigung, die insbesondere die IT-Infrastruktur stellt.
  • den DRK Ortsverein Überlingen und den DRK Kreisverband, die Teile der Ausstattung und Einrichtung wie z.B. Sauerstoffflaschen oder Transportboxen bereitstellen.
    • das technische Hilfswerk, das bei Transport und Aufbau unterstützt.
  • die freiwillige Feuerwehr Überlingen, die Fahrzeuge und das Material der Notfallambulanz bereitgestellt hat.