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VfB hat Großes vor

VfB hat Großes vor
Die Häfler feierten gegen Eltmann einen klaren Auftaktsieg (Foto: Kram)

Seit vergangenem Wochenende läuft die Volleyball-Bundesliga wieder und der VfB Friedrichshafen ist mit einem glatten 3:0-Sieg überzeugend gestartet. Der neue Trainer Michael Warm weiß den Auftakterfolg richtig einzuordnen, für seine erste Saison hat er sich hohe Ziele mit den Häfler Volleyballern gesteckt.

Friedrichshafen – Mit 3:0 (25:19, 25:17, 25:23) gewann der VfB Friedrichshafen am Samstagabend sein Auftaktspiel in der Volleyball Bundesliga gegen die Heitec Volleys Eltmann. Vor 1 487 Zuschauern zeigten die Häfler eine konstante Leistung – einzig im dritten Satz spannten sie die Zuschauer gehörig auf die Folter.

„Das waren drei wichtige Punkte, die wir heute geholt haben“, sagte Trainer Michael Warm nach dem Spiel. „Eltmann hat uns gehörig gefordert und wir haben noch das ein oder andere Problem in der Abstimmung, aber daran werden wir arbeiten.“ Dass man ohne Satzverlust geblieben sei, dürfe man dabei nicht überbewerten. Für den VfB geht es nun Schlag auf Schlag: Nach dem Bundesliga-Spiel in Bühl (bei Redaktionsschluss nicht beendet) treten die Häfler am Sonntag in Hannover zum Supercup-Finale gegen die Berlin Recycling Volleys an und Michael Warm will dort dem Favoriten den ersten Titel wegschnappen.

„Ich bin zwar erst rund drei Wochen in Friedrichshafen, aber was ich sagen kann, ist, dass wir sehr gute Charaktere in der Mannschaft haben“, so der 51-Jährige, der parallel zu seiner Cheftrainer-Tätigkeit am Bodensee seit 2010 auch die österreichische Nationalmannschaft trainiert. Auch die Infrastruktur beim VfB sei vorbildlich, betont Warm: „Ich kannte das VfB-Umfeld bereits vor meiner Zusage und weiß, worauf ich einlasse, aber auch, worauf ich mich freuen kann.“

Die erste Stufe habe man mit dem erfolgreichen BundesligaAuftakt genommen, dennoch dürfe man im Saisonverlauf keinesfalls Zufriedenheit aufkommen lassen: „Wir befi nden uns im Umbruch, haben viele neue Spieler und ein neues Trainerteam. Wir müssen uns alles erarbeiten, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir diese neue Energie positiv für uns nutzen werden.“

Dass der VfB dabei weder in der Bundesliga noch im DVV-Pokal oder der Champions League als Topfavorit gilt, stört den Nachfolger von Vital Heynen nicht. Berlin habe ganz andere Möglichkeiten und daher nachvollziehbarerweise das Ziel, um alle Titel mitzuspielen. „Das wollen wir allerdings auch. Natürlich wird es schwer, aber wir stehen meiner Meinung nach vor einer der spannendsten BundesligaSaisons überhaupt und wollen alle Finals erreichen.“ Ob dann auch wieder mehr Fans den Weg in die ZF Arena fi nden?

„Das hängt nicht alleine vom Erfolg ab, den hatte der VfB schließlich auch in der jüngeren Vergangenheit. Friedrichshafen muss wieder als Volleyball-Stadt wahrgenommen werden, die Menschen wollen emotional mitgenommen werden“, erklärt Warm. „Mir macht es wahnsinnig Freude, Menschen zu begeistern, Spieler zu trainieren und den gesamten Volleyballsport im Blick zu haben“, beschreibt sich der 51-Jährige. Aktuelle Infos gibt‘s online unter: www.vfb-volleyball.de 

dab