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Ein Vorbild – gestern und heute

Ein Vorbild – gestern und heute
Maja Dornier (FOTO: KÄSTLE)
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FRIEDRICHSHAFEN – Die Stadt Friedrichshafen erinnerte mit einer Gedenkveranstaltung mit rund 400 Gästen im Dornier Museum an den LuftfahrtPionier Claude Dornier, der am 5. Dezember vor 50 Jahren verstorben ist. „Er hat die Entwicklung immer wieder vorangetrieben. Ohne ihn hätte es nicht diese Erfolge gegeben“, betonte Axel Smend vom Stiftungsrat der Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt.

August Wilhelm Henningsen, früher bei der Lufthansa Technik AG, zeigte in einer eindrucksvollen Präsentation mit historischen Fotos auf, wie eng die Zusammenarbeit zwischen Deutschlands führendem Flugzeugbau-Ingenieur und der größten deutschen Fluggesellschaft war. Welche Bedeutung der Unternehmer Claude Dornier für die Stadt Friedrichshafen hatte, betonte Erster Bürgermeister Stefan Köhler.

Er erinnerte daran, dass der Gründervater des späteren Konzerns nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg im Blick hatte, sondern immer auch das Wohlbefi nden seiner Mitarbeiter. Als konkretes Beispiel nannte er die Dornier-Siedlung für Mitarbeiter. Aus dem Innenleben der Dornier-Familie erzählte Maja Dornier, die Schwiegertochter von Claude Dornier, im Gespräch mit dem Journalisten Joachim Umbach.

„Claude hat die ganze Familie geprägt. Als Vorbild in vielerlei Hinsicht – durch seinen respektvollen Umgang mit Menschen, durch seine Weltoffenheit, durch seinen Charme und durch seine Feinsinnigkeit“, erklärte die Vorsitzende der Peter Dornier Stiftung in Lindau. Großes Interesse fand auch die szenische Lesung des Schauspielers und Sprechers Mike Maas. Er zitierte aus dem Buch von Claude Dornier „Aus meiner Ingenieurlaufbahn“.

David Dornier, Enkel von Claude Dornier und Chef des Dornier Museums Friedrichshafen, zeigte sich rundum zufrieden: „Eine würdige Ehrung meines Großvaters. Der Rahmen stimmte, es gab eindrucksvolle Redebeiträge und großartige künstlerische Darbietungen.“

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