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Demonstration in Friedrichshafen aufgelöst

Demonstration in Friedrichshafen aufgelöst
Bild: Adobe Stock
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Friedrichshafen – Aufgrund des aggressiven Verlaufs musste Mittwochnachmittag am Buchhornplatz eine angemeldete Versammlung gegen die „Bombardierung in Nord-Syrien“ von der Polizei aufgelöst werden. Beim Einsatz wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt. Es kam zu einer Festnahme und zwei Ingewahrsamnahmen.

Am Buchhornplatz hatten sich gegen 16.00 Uhr etwa 80 bis 90 Personen überwiegend kurdischer Abstammung versammelt. Bereits zu Beginn der Versammlung waren unterschiedliche Auflagenverstöße erkennbar. Die Anmelderin der Demonstration konnte nicht die notwendige Anzahl an Ordnungspersonen stellen, zudem wurden mehrere Fahnen gezeigt, die geeignet waren, die Aggression weiter anzustacheln. Das Zeigen dieser Fahnen wurde zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung von der Polizei untersagt.

Zur Eskalation kam es, als während der Demonstration ein vermummter Mann mit seinem Pkw auftauchte, der die Teilnehmer durch das Zeigen des sogenannten „Wolfsgrußes“ provozierte. Bei ihm handelt es sich um einen 44-Jährigen türkischer Nationalität. Um die Versammlung zu schützen, wurde er vor Ort festgesetzt und anschließend aufgrund eines bestehenden Vorführbefehls festgenommen. Beim Eintreffen des Vermummten versuchten zudem etwa dreißig Teilnehmer der Versammlung, des 44-Jährigen gewaltsam habhaft zu werden, was nur mit starken Kräften der Polizei verhindert werden konnte. Dabei verletzte sich ein Polizeibeamter leicht. Ein 28-jähriger Syrer wollte in diesem Zusammenhang mehrfach gewaltsam die Polizeikette durchbrechen und wurde in Gewahrsam genommen, ebenso ein 44-jähriger kurdischer Versammlungsteilnehmer, der den vermummten türkischen Störer angreifen und schlagen wollte.

Aufgrund der Lage wurde die Demonstration aufgelöst. Erst nach mehreren Lautsprecherdurchsagen verließen die Teilnehmer die Örtlichkeit. Die äußerst aufgebrachten Teilnehmer der Versammlung missachteten fortlaufend die Weisungen der Polizei. Der Einsatz von Pfefferspray musste mehrfach angedroht werden.