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Ochsenhausen bleibt mit Partnerstädten in Kontakt

Ochsenhausen bleibt mit Partnerstädten in Kontakt
Subiaco (Bild: Stadt Ochsenhausen)
WOCHENBLATT

Ochsenhausen – Auch aus Ochsenhausens Partnerstädten im französischen La Fère und im italienischen Subiaco werden inzwischen Fälle von positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen gemeldet. Das Ochsenhauser Partnerschaftskomitee unter Vorsitz von Lothar Merk steht in regelmäßigem Kontakt mit den Partnerstädten.

Aus La Fère werde berichtet, dass nach der ersten Runde der landesweiten Kommunalwahlen Mitte März der für den 22. März geplante zweite Wahlgang bis auf weiteres verschoben worden sei. Auch die zunächst bis Ende März verhängte Ausganssperre sei bis zum 15. April verlängert worden. In Frankreich gelten wesentlich strengere Regeln als in Deutschland, so seien dort nur absolut notwendige Erledigungen erlaubt, für die eine schriftliche Erklärung mitgeführt werden müsse. Auch Spaziergänge und Besuche in Altenheimen und Krankenhäusern seien untersagt. Die Einhaltung der Regeln werde streng überwacht. Wie aus La Fère weiter berichtet werde, würden zurzeit Mundschutz-Masken selbst genäht, da in den Geschäften keine mehr zu bekommen sei. Dankbar sei man in Frankreich für die Aufnahme von französischen Patienten in Deutschland.

Aus dem italienischen Subiaco teilte die dortige Präsidentin des Partnerschaftskomitees, Annalisa Pistoia, mit, dass quasi das gesamte öffentliche Leben stillgelegt sei. Es dürften nur noch Menschen zur Arbeit, die in Krankenhäusern, bei Notdiensten oder sogenannten systemrelevanten Arbeitsplätzen beschäftig seien. Die Kommune in Subiaco habe „die Aktivierung einiger Dienste vorbereitet und deren Zugang erleichtert, welche für die ordnungsgemäße Bewältigung des Gesundheitsnotfalls durch das Corona-Virus nützlich sind“, heißt es weiter.

Das Krankenhaus und weitere wichtig Stellen hätten außerdem vor kurzem insgesamt 2 500 Schutzmasken erhalten. Wie Annalisa Pistoia weiter berichtet, hätten sich auch einige Bürger bereit erklärt, alte und einsame Menschen zu versorgen, so gut es gehe. Um nicht „ganz zu verzweifeln werden abends oder sonntags zu bestimmten Uhrzeiten Lieder auf den Balkonen angestimmt, Fahnen geschwenkt und versucht, die Kommunikation mit den Nachbarn aufrecht zu erhalten“, teilte Frau Pistoia mit.

Dankbar sind beide Partnerschaftskomitees über die Kontakte zu den Ochsenhauser Freunden. „Wir sind auch in diesen schweren Zeiten in Gedanken bei den Menschen in unseren Partnerstädten“, so Bürgermeister Andreas Denzel. „Gerade in schweren Zeiten ist es wichtig, sich gegenseitig zu informieren und Trost zu spenden und die Hoffnung aufrecht zu erhalten.“ Aus Subiaco formulierte dies Annalisa Pistoia so: „Der gegenseitige Zuspruch tut gut und hilft auch hier, die Hoffnung nicht zu verlieren.“