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Ausstellung mit Arbeiten von Jo Bukowski

Ausstellung mit Arbeiten von Jo Bukowski
(Bild: Adobe Stock)
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Ochsenhausen – Mit Arbeiten des Malers Jo Bukowski eröffnet die Städtische Galerie im Fruchtkasten des Klosters Ochsenhausen ihre diesjährige Ausstellungsreihe. Unter dem Titel „Linias“ sind vom 15. März bis zum 10. Mai Gemälde, Holzschnitte und Radierungen des Künstlers zu sehen. Wegen des Corona-Virus‘ wurde die für Sonntag, 15. März, um 11 Uhr geplante Ausstellungseröffnung vorsorglich abgesagt. Die Ausstellung ist jedoch ab diesem Tag zu den normalen Öffnungszeiten zu sehen.

Jo Bukowski wurde 1962 in Bielefeld geboren und studierte an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter und an der Staatlichen Kunstakademie für Bildende Kunst in München Malerei und Grafik. Seit 1988 ist er als freischaffender Künstler tätig und lebt und arbeitet in Grünkraut bei Ravensburg. Für seine Arbeit erhielt Jo Bukowski zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter 1991 den von der OEW gestifteten Oberschwäbischen Kunstpreis. Seit 2013 hat er Lehraufträge an verschiedenen Institutionen inne, darunter an der Alanus Hochschule in Alfter, der Kunstakademie Bad Reichenhall und der Freien Kunstschule Augsburg.  

Das zentrale Element im künstlerischen Schaffen Jo Bukowskis ist die Linie, der er in seiner Malerei ebenso wie in seinen graphischen Arbeiten huldigt. Sie tanzt auf und ab, verliert sich im Nichts, verdichtet sich zu einem fragilen Gewebe oder einem scheinbar unentwirrbaren Knäuel. Eine einzige Linie kann Himmel und Erde erschaffen – und wenn sie tiefer ansetzt, sogar die Unendlichkeit. Ein Mehr von ihr formt ganz leicht Figuren, stellt sie in Momente von Beziehungen wie Zuneigung oder Zwietracht, Geborgenheit und Lust. Mäandernd wird sie zum Ornament oder zur Arabeske, mal absichtsvoll erdacht, mal scheinbar frei gewachsen und sich dabei ganz anderen Bedingungen ergebend als denen der Harmonie und der Mathematik.

Die Arbeiten von Jo Bukowski erinnern an Partituren, an sichtbar gewordene Töne eines vielstimmigen Konzerts – einen Vergleich, den der Künstler selbst zieht. „Malerei“, so Jo Bukowski, „ist die Musik des Sehens.“ Als eine Abfolge von Tönen ist die Musik unweigerlich mit einem zeitlichen Ablauf und mit dem Prinzip der Bewegung verbunden. Bewegung aber ist Leben und Leben bedeutet Atmen, Pulsieren, Rhythmus – sie verkörpert einen ständigen im Fluss befindlichen Zustand, den Jo Bukowski in seinen Werken thematisiert.

Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 Uhr bis 17 Uhr zu sehen. Am
Karfreitag und am Ostermontag ist der Fruchtkasten ebenfalls geöffnet.