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Wildobstlehrpfad eingeweiht

Wildobstlehrpfad eingeweiht
Oberbürgermeister Gerold Rechle und Ulrike Stöhr bei der Einweihung des neuen Wildobstlehrpfades (Foto: Stadt Laupheim)
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Die Stadt Laupheim hat einen neuen Wildobstlehrpfad. Mehr als 20 Obst- und Beerensorten gibt es hier zu entdecken.

LAUPHEIM – Mit dem Wildobstlehrpfad will die Stadt die Biodiversität im Stadtgebiet sichern und stärken. Der Wildobstlehrpfad entstand in Zusammenarbeit mit der Agenda Natur und Umwelt, wobei die Stadtgärtnerei federführend war. Als besondere Verbindung zum 150-jährigen Stadtjubiläum wurden bereits im Frühjahr 150 Pfl anzen im Grundgrabental angelegt. Hierbei handelt es sich um insgesamt 28 verschiedene, heimische Wildobst- und Beerensorten. „Diese regionalen und teils sehr alten Sorten gilt es wieder zu entdecken. In Zeiten von Monokulturen garantieren vor allem die alten und heimischen Sorten eine ökologische Vielfalt“, so Oberbürgermeister Gerold Rechle.

Neben Schildern, die direkt auf die jeweilige Pflanze verweisen, kann man ebenso auf digitalem Wege Genaueres erfahren. So fi ndet sich auf dem Schild am Eingang des Pfades ein QR-Code, der die Nutzer auf die Homepage des Wildobstlehrpfades weiterleitet. Über GPS erhält der Nutzer, je nach Standort, über jede einzelne Pflanzenart Informationen. „Neben dem Namen, Wuchs, Blühstand und den Verwendungsmöglichkeiten wollen wir als eine zukünftige Rubrik gerne das Thema Rezepte aufnehmen“, sagt Ulrike Stöhr, Mitarbeiterin im Amt für Tiefbau und Umwelt.

Der Wildobstlehrpfad erstreckt sich auf etwa 430 Meter Länge, wobei sich am Rande des Ringelhauser Parks eine Streuobstwiese mit alten Obstsorten befi ndet. „In der langen Zeit, in der ich schon in der Stadtgärtnerei tätig bin, haben wir viele neue Grünanlagen geschaffen und betreut. Der Wildobstlehrpfad gehört aber zu den Anlagen, die das vielfältigste Angebot für die Bürgerinnen und Bürger bietet“, erzählt Erich Deinhardt, Leiter der Stadtgärtnerei. „Wir wollen den Besuchern den Raum bieten, wieder in Kontakt mit alten Sorten und heimischer Vielfalt zu kommen. Daher ist das Pflücken und Naschen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewünscht“, sagt OB Rechle.

Durch das Entdecken und Probieren der alten Sorten soll bei den Laupheimerinnen und Laupheimern das Interesse hierfür geweckt werden. Hierbei hofft die Stadt, dass die alten Obst- und Beerensorten nicht nur häufi ger auf den Tellern landen, sondern ebenso verstärkt einen Platz in den eigenen Gärten und Grünanlagen rund um Laupheim finden.

pm