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Laupheim: Park und parken

Laupheim: Park und parken
Arbeit für zwei: Beim Tag der offenen Tür gab es Gerold Rechle als Pappkollegen im Dienstzimmer. (Foto: Landthaler)

Laupheim hat sein Stadtjubiläum hinter sich – aber 2020 ist kein Jahr zum ausspannen, sagt Bürgermeister Gerold Rechle in seinem Jahresrückblick. Das Innenstadt-Parkhaus kommt.   

Herr Rechle, wie hat sich Laup-heim im abgelaufenen Jahr verändert? Was kam hinzu, was fiel weg?    

Gerold Rechle: Die Wartezeit auf mehr Kita- und Kindergartenplätze sowie das Warten auf die Fertigstellung des Parkbades fiel weg. Im Haus des Kindes können nicht nur kleinere Kinder versorgt werden, sondern ebenso haben ältere Kinder aus benachbarten Schulen dort eine Anlaufstelle. Die Wiedereröffnung des neusanierten und modernisierten Parkbades bieten sowohl Schulen, Vereinen als auch Schwimmern viel mehr Platz zum Trainieren, Üben und Planschen. Besonders erfreulich ist zudem, dass der Sanierungsstau in unseren Schulen erheblich abgebaut wurde. 

Worüber haben Sie sich im abgelaufenen Jahr in Ihrer Funktion als OB am meisten gefreut? 

2019 war für die Stadt Laup-heim ein besonderes Jahr, da wir heuer unser 150-jähriges Stadtjubiläum gefeiert haben. Mich hat insbesondere gefreut, wie toll und engagiert die Laupheimer Bürgerinnen und Bürger daran teilgenommen haben. Die vielen Veranstaltungen und Festivitäten wären nie so fantastisch umgesetzt worden, wenn nicht so viel fleißige Helfer angepackt hätten. Zudem hat mich das Ergebnis der Studie des Magazins „Kommunal“ sehr gefreut. Hierbei wurden die Städte nach der höchsten Lebensqualität und der besten Zukunftsentwicklung befragt und Laupheim hat dabei von 518 Städten deutschlandweit Platz drei errungen.

Worüber haben Sie sich geärgert? 

Es hat mich geärgert, dass manche Anliegen doch sehr zeitintensiv sind und ich mir gerne noch mehr Zeit für die einzelnen Themen genommen hätte, um diese noch vollumfänglicher abzuarbeiten. Aber das versuche ich im nächsten Jahr noch besser umzusetzen. 

Gibt es etwas, das besser lief als erwartet?

So ein Stadtjubiläum benötigt sehr viel Vorbereitung, Organisation und Arbeit. Doch auch wenn alles bis ins Kleinste geregelt wird, kann man manche Faktoren nicht beeinflussen. Deshalb war es besonders schön, dass am Kinder- und Heimatfest das Wetter perfekt, die Stimmung super und die zahlreichen Teilnehmer gut drauf waren. Gibt es etwas, das eher schief gelaufen ist?Es läuft nicht alles glatt, aber ich denke, dass wir hier sehr viel richtig gut hinbekommen haben.

Was kann der Landrat für Sie und die Stadt tun?

Zusammen mit den Sana-Kliniken möchte die Stadt schon länger ein Zentrum für Geriatrie hier nach Laupheim holen. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn der Landkreis uns hierbei weiterhin so gut unterstützt. 

Was könnte der Ministerpräsident für die Stadt tun? 

Wir würden uns weiterhin ein offenes Ohr bei den Ministerien bezüglich Zuschüssen für unsere zahlreichen städtischen Projekte wünschen. Auch für das neue Jahr haben wir viel vor und mit so einem Rückenwind lässt sich vieles noch besser umsetzen.  

Was steht 2020 Wichtiges an? 

2020 liegt der Fokus ganz auf die Verbesserung der Infrastruktur. Daher zählt die Fertigstellung des Parkhauses in der Rabenstraße, der Ausbau der E-Mobilität sowie die Baumaßnahmen an der Kapellenstraße. 

Was ist Ihnen sonst noch wichtig? 

Laupheim ist eine der Gemeinden, die das Thema Biodiversität stark voranbringen will. Dazu haben wir dieses Jahr über 6000 Quadratmeter biodiverse Blühflächen im Stadtgebiet angelegt, um die Artenvielfalt vor Ort zu stärken. Darüber hinaus können unsere Bürgerinnen und Bürger alte Obst- und Beerensorten auf dem dieses Jahr geschaffenen Wildobstlehrpfad und auf der Streuobstwiese entdecken und zur Erntezeit sogar probieren.

Uli Landthaler