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„Jugend forscht“-Gewinner: Eintrag in das Goldene Buch

„Jugend forscht“-Gewinner: Eintrag in das Goldene Buch
Strahlende Gesichter bei der Eintragung ins Goldene Buch der Stadt (v.li.n. re.): Familie Münz (Foto: Stadt Laupheim)
WOCHENBLATT

Mit einer außergewöhnlichen Erfindung haben die beiden Laupheimer Jonas Münz und Jakob Rehberger den bundes-weiten Wettbewerb „Jugend forscht“ gewonnen. Jetzt durften sie sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

LAUPHEIM – Um die großartige Leistung von Jonas Münz und Jakob Rehberger bei dem bun-desweiten Wettbewerb „Jugend forscht“ entsprechend zu würdi-gen, wurden die beiden jungen Forscher mit ihren Familien in das Laupheimer Rathaus eingeladen. Dort wurden sie von Ober-bürgermeister Gerold Rechle und Wirtschaftsförderin Barbara Klause empfangen und durften sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen. „Wir wollten diese außergewöhnliche Leistung gerne ehren.

Als Laupheimer sind wir natürlich stolz, dass die beiden eine sol-che Innovation entwickelten, vor allem eine, die das Leben zahl-reicher Menschen verbessern wird“, freut sich OB Rechle. Die Jugendlichen hatten eine Metho-de entwickelt, die das händische Entgraten von Knochenimplan-taten ersetzt. Durch ihre Methode lassen sich Knochenimplantate noch effektiver von Verunreini-gungen und Graten befreien, wodurch die Gefahr von Infektionen reduziert und zugleich die Heilungschancen bei Operationen erhöht wird. Dafür erhielten Jo-nas Münz und Jakob Rehberger den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit.

Nächstes Ziel: der Intel ISEFDer Erfolg bei „Jugend forscht“ hat viel bewirkt. So wurden die beiden Erfi nder von der Jury für die Teilnahme an der Intel ISEF (International Science and Engi-neering Fair) im Mai 2020 vorgeschlagen. Um bei diesem internationalen Wettbewerb teilnehmen zu können, ist eine gute Platzierung bei „Jugend forscht“ die Vo-raussetzung. Mit ein wenig Glück könnten die zwei Laupheimer Käpsele sich mit 1 500 Teilnehmern aus 170 Ländern messen.

Die Erfindung der beiden wurde seit dem Sieg des „Jugend forscht“ Wettbewerbes von einer neu ge-gründeten Firma zur Marktreife weiterentwickelt und wird erst-mals bei der Messe DEBURRING EXPO im Oktober vorgestellt. Danach gehen die Anlagen in Produktion und können erworben werden. Damit ist das Forschen aber für die beiden noch lange nicht vorbei. „Ich habe viele Ide-en und arbeite bereits an einem weiteren „Jugend forscht“ Pro-jekt“, so Jonas Münz.

„Den Sieg bei „Jugend forscht“ kann man schwer toppen, das ist schon was richtig Besonderes. Vor allem war der ganze Prozess, genau wie der Wettbewerb, eine spannende Er-fahrung“, sagt Jakob Rehberger. Ziemlich sicher ist, dass die bei-den Entwickler der Forschung weiterhin treu bleiben werden.

Auf die Unterstützung der Stadt können sich Jonas Münz und Jakob Rehberger sowie die von der Familie Münz gegründete Firma ultraTEC Anlagentechnik Münz GmbH ebenfalls verlassen. „Gerne werden wir ein passendes Plätzchen finden, wenn die Produktion der Anlagen nach Laupheim ziehen sollte“, versi-cherten OB Gerold Rechle und Wirtschaftsförderin Barbara Klause.

pm