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Eine Büttenrede vom Diakon

Eine Büttenrede vom Diakon
Beim Narren-Segnungsgottesdienst vereinen sich Spaß und besinnliche Momente. (Fotos: Andrea Kesenheimer)
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Die Fasnet hat in ihren Ursprüngen ganz viel mit Kirche zu tun. Daher ist es auch folgerichtig, dass für die Narren eigene Gottesdienste abgehalten werden – auf dass sie buchstäblich mit Gottes Segen unterwegs sind. In der Pfarrkirche Äpfingen gab es zum Start in die Fasnetssaison einen Narren-Segnungsgottesdienst. 

Unter Mitwirkung der Narrenzunft und dem Spielmannszug aus Äpfingen sowie der Narrenzunft Laupertshausen und dem Fanfarenzug Sulmingen hatte Diakon Paul Hammer mit den Vorständen der Zünfte wieder einen außergewöhnlichen Gottesdienst vorbereitet, um mit den Narren, Musikern und den Gemeindemitgliedern für ein gutes Gelingen und deren Unversehrtheit bei den bevorstehenden Umzügen und Veranstaltungen zu bitten. Die Predigt wurde von Hammer in einer Art Büttenrede verfasst und erwies sich als ebenso unterhaltsam wie nachdenklich.

Spaß und Ernst

Gerade im Hinblick darauf, dass am Vorabend des Segnungsgottesdienstes eine befreundete Narrenzunft auf dem Weg zum Umzug nach Uttenweiler in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt wurde, machte jedem bewusst, dass der Spaß in dieser ausgelassenen Zeit auch ganz schnell wieder vorbei sein kann. Bei dem Zusammenstoß des Reisebusses, in dem die Gruppe von der Ostalb unterwegs war, mit einem Lastwagen wurden die beiden Fahrer getötet und viele Narren verletzt.

In einer Schweigeminute wurde deshalb im Anschluss auch der Verunglückten des Unfalls sowie deren Angehörigen gedacht. Am Ende des unterhaltsamen und außergewöhnlichen Gottesdienstes segnete Hammer dann beim Auszug aus der Kirche alle Narren, Musiker und Besucher und besprengte sie mit Weihwasser, bevor sich die Narrenzünfte auch schon wieder auf den Weg zum nächsten Umzug machten.              

ak/ula