Ausgaben

So geht Marketing im Internet ++Video++

So geht Marketing im Internet ++Video++
Patrick Söll vom Digitalisierungszentrum (Bild: Oliver Hofmann)

Wie begeistert man Kunden im Internet? Darüber gab es einen interessanten Info-Abend in der Kreissparkasse Biberach.

BIBERACH – Das Digitalisierungszentrum hatte zwei ausgewiesene Fachleute zum Thema „Content Marketing – Kunden im Internet begeistern“ zum Vortragsabend in der Kreissparkasse eingeladen. Zuvor erläuterte Gastgeber Patrick Söll, was eigentlich im Marketing unter dem Begriff „Content“ gemeint ist. „Es sind auf Deutsch übersetzt schlichtweg kostenlose Inhalte, die man in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram postet und durch die Kunden auf einem aufmerksam werden sollen“.

Im Fachvortrag von Ralph Niederwieser von der Agentur „Headtrick“ aus Illertissen wurden dazu allerhand Studien zu Rate gezogen und dabei den Zuhörern Tipps gegeben, wie man seine Kunden in den sozialen Netzwerken am besten anspricht. „Über 50 Prozent sind im Internet auf der Suche, wie man Dinge macht, die sie vorher nicht getan haben“, so Niederwieser. So könnte der Reifenhändler ein Video posten, der einen Reifenwechsel erklärt oder der Modehändler zeigt anschaulich, wie man eine Krawatte bindet. Allerdings sollte dieser „Content“ einen gewissen Qualitätsstandard erfüllen und nicht nur über ein Handy online gestellt werden. Niederwieser empfi ehlt, dazu ein Konzept zu erarbeiten, dass auch von vornherein eine gewisse Regelmäßigkeit von solchen Postings vorsieht.

Klaus Kümmerle von der Agentur KBU aus Laupheim referierte zum Thema „Neuromarketing – weshalb kaufen Kunden?“ Anhand von Zielgruppen und deren Ansprüchen wurde die Ansprache der Kunden dabei noch wesentlich genauer beleuchtet. An Beispielen aus der Automobilbranche erläuterte Kümmerle die Methoden der zielgruppengenauen Ansprache. „Wer sich für einen Sportwagen interessiert, der spricht mehr auf klare Farben wie schwarz oder rot an und ist auch bei der Wortwahl mehr auf knackigere Formulierungen gepolt als jemand der ein Familienauto sucht“, so Klaus Kümmerle. Am anschließenden regen Austausch zwischen Referenten und Gästen konnte man gut erkennen, dass in diesem Bereich der Digitalisierung ein großer Informationsbedarf besteht.

Text und Video von Oliver Hofmann