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Polizei setzt auf Präsenz

Polizei setzt auf Präsenz
Vom Ersten Bürgermeister Ralf Miller gab es für den neuen Biberacher Polizeichef Stefan Prießner zur Begrüßung einen Präsentkorb mit Biberach-Utensilien. (Fotos: Uli Landthaler)

Neuer Leiter beim Biberacher Polizeirevier: Stefan Prießner ist künftig für die Sicherheit der 95 000 Einwohner im  Zuständigkeitsbereich des Biberacher Reviers verantwortlich. 

Biberach – „Ein taffer junger Mann“ komme da, habe ihm der OB angekündigt, sagte Biberachs Bürgermeister Ralf Miller bei der Amtseinführung des Neuen Revierleiters. Der hielt den Kollegen, Politikern und Medienleuten in der Aula des Polizeireviers erstmal einen Strick entgegen, um die Anforderungen an einen Polizeichef zu verdeutlichen. Der Seemannsknoten im Seil sorge dafür, dass sich „die Schlinge auch bei größter Belastung nicht zuzieht“. Das könne er auch in seinem Job brauchen. 

Denn die Belastung ist groß im Polizeidienst, weil das Biberacher Revier trotz Personalmangel rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche bereit sein muss, als Anlaufstelle für  Bürger und Behörden. Die Mitarbeiter der Reviere – die nächsten sind in Laupheim und in Riedlingen – sorgen mit ihrer Arbeit und ihrer Präsenz für die gefühlte und die tatsächliche Sicherheit bei den Bürgern. Die Statistik weist für Biberach 3500 Straftaten und 2000 Verkehrsunfälle pro Jahr aus, es gibt also einiges zu tun. Etwa auch beim Schützenfest, wo es auf enge Zusammenarbeit mit Polizei, Schützendirektion und Ordnungsdienst ankomme. 

Präsenz bringt Sicherheit 

Der scheidende  Revierleiter Joachim Hardegger hat dabei erstaunliches vollbracht, wurde  seiner Ansprache deutlich. Trotz Personalmangel seien die Aufklärungszahlen gestiegen. Und zwar durch erhöhte Präsenz und regelmäßige Kontrollen an bestimmten Brennpunkten in der Innenstadt, um Straftaten zu verhindern, erläuterte er. Wenn nötig, werde dazu auch Verstärkung von außen angefordert. Hardegger wechselt nach nur 18 Monaten an seine alte Wirkungsstätte, das Polizeirevier  West in Ulm.

Sein Nachfolger Stefan Prießner ist 35 Jahre alt, hat seine Laufbahn im  Schwarzwald begonnen und ist über die Stationen Stuttgart und Ulm nach Biberach  gekommen. Er wird die Strategie der Präsenz und des frühen Einschreitens fortsetzen, hieß es – das ist auch das, was die  Kommunalpolitik am meisten von der Polizei fordert.Der Hobby-Musiker Prießner versprach, sich nicht im Büro zu verschanzen: „Ich werde auch mit auf Streife gehen“.  Und er will auch in drei Jahren  noch da sein: Dann ist für Biberach personelle Verstärkung in Sicht, wenn die jetzt neu eingestellten  Polizeianwärter ihre Ausbildung beendet haben.   

Uli Landthaler