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Pandemie zeichnet sich auf dem Arbeitsmarkt ab – die Zahl der Arbeitslosen steigt innerhalb eines Monats um 16,5 Prozent

Pandemie zeichnet sich auf dem Arbeitsmarkt ab – die Zahl der Arbeitslosen steigt innerhalb eines Monats um 16,5 Prozent
(Bild: Adobe Stock)
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Biberach – Im April 2020 wurden im Landkreis Biberach 2.898 Arbeitslose gezählt. Dies sind 411 mehr als im März (plus 16,5 Prozent) und 737 mehr als vor einem Jahr (plus 34,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote im Landkreis Biberach steigt auf 2,5 Prozent. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote bei 1,9 Prozent. Weiterhin weist der Landkreis Biberach die niedrigste Arbeitslosenquote aller Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg aus, gefolgt vom Hohenlohekreis mit einer Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent und dem Alb-Donau-Kreis mit einer Arbeitslosenquote von drei Prozent.

Im März und April zeigten im Landkreis Biberach 1.566 Betriebe für 36.997 Beschäftigte Kurzarbeit an. Ob bereits alle Arbeitnehmer, für die Kurzarbeit angezeigt wurde, im April auch bereits kurzgearbeitet haben, steht erst nach Eingang der Anträge der Betriebe auf Abrechnung fest.

Bei der örtlichen Agentur für Arbeit, welche überwiegend Kurzzeitarbeitslose betreut, waren im April 1.914 Arbeitslose registriert. Dies sind 342 Arbeitslose mehr als im März (plus 21,8 Prozent) und 687 mehr als vor einem Jahr (plus 56 Prozent).

Beim Jobcenter des Landkreises, das erwerbsfähige Leistungsberechtigte in der Grundsicherung für Arbeitsuchende betreut, ist die Zahl der Arbeitslosen auf 984 Personen gestiegen. Im Vergleich der Werte zum März sind dies 69 Arbeitslose mehr (plus 7,5 Prozent). Zum April des Vorjahres ist die Zahl der Arbeitslosen beim Jobcenter um 50 Personen gestiegen (plus 5,4 Prozent).

Seit Jahresbeginn konnten 142 Arbeitsuchende (Vorjahr: 215) mit Unterstützung des Jobcenters in eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle vermittelt werden. Mit nur noch 19 Integrationen im April waren es 61,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Derzeit werden im Jobcenter 1.929 Bedarfsgemeinschaften betreut. Dies sind 90 mehr als im März, jedoch 168 weniger als im Vorjahr. Damit bezogen im April 2020 insgesamt 4.140 Bürger des Landkreises Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Dies sind 10,8 Prozent weniger als vor einem Jahr, als 4.639 Bürger Leistungen des Jobcenters bezogen.

Um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen, nehmen derzeit 756 (Vormonat: 809) Arbeitslosengeld II Bezieher an Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen teil. Zusätzlich werden vom Landkreis 369 Personen (Vormonat: 378) durch soziale flankierende Leistungen, wie Kinderbetreuung, Sucht-, psychosoziale Betreuung oder Schuldnerberatung bei der Integration auf den ersten Arbeitsmarkt unterstützt.