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Krankenstand stabil

Krankenstand stabil
Rückenprobleme, etwa durch falsches Sitzen, sind ein wichtiges Thema in der Arbeitsmedizin – in Zeiten des Home Office erst recht. (Bild: AOK)

Rückenprobleme zählen zu den häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Fehlzeiten am Arbeitsplatz, erläutert die AOK in ihrem Gesundheitsbericht. Der Krankenstand der Beschäftigten ist 2019 gleichgeblieben.

REGION – Der Krankenstand in Ulm, dem Alb-Donau-Kreis und dem Landkreis Biberach ist 2019 im Vergleich zum Vorjahr mit 5,1 Prozent gleichgeblieben. Damit liegt er weiter unter dem bundesweiten Wert von 5,4 Prozent. Das geht aus dem aktuellen AOK-Gesundheitsbericht 2019. Jedes beschäftigte AOK-Mitglied in der Region kam 2019 im Schnitt auf 18,8 krankheitsbedingte Fehltage.

Die meisten Fehltage verursachten unter den AOK-versicherten Beschäftigten der Region Muskel- und Skeletterkrankungen wie beispielsweise Rückenprobleme. Sie machen 22,6 Prozent aller Fehltage aus. Es folgen Atemwegserkrankungen (12,6 Prozent), Verletzungen (12,4 Prozent) und psychische Beschwerden (10,6 Prozent).
Gut die Hälfte aller Beschäftigten legte ihrem Arbeitgeber mindestens einmal im Jahr 2019 ein ärztliches Attest vor: Im Landkreis Biberach meldeten sich 59,4 Prozent einmal oder mehrfach krank, im Alb-Donau-Kreis 57,4 Prozent und in Ulm 52,9 Prozent. Pro Krankmeldung waren sie im Schnitt 10,7 Tage krankgeschrieben. Nur 3,6 Prozent der Arbeitsunfähigkeitsfälle dauerten länger als sechs Wochen.

Laut Gesundheitsbericht steigt mit zunehmendem Alter auch der Krankenstand. Männer melden sich etwas häufiger krank als Frauen. Wie oft sich Arbeitnehmer krankmelden, hängt stark vom Beruf ab. Angestellte in der Land- und Forstwirtschaft waren am seltensten krank. Die meisten Fehlzeiten zählt die AOK Ulm-Biberach für die Branche Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau.

Die gesundheitliche Vorsorge am Arbeitsplatz sei ein Schlüssel zur Vorbeugung gegen Fehlzeiten. Die AOK biete Firmen hier Unterstützung an, erläutert Dr. Sabine Schwenk, Geschäftsführerin der AOK Ulm-Biberach: „Über eine anonymisierte Auswertung der krankheitsbedingten Fehlzeiten lassen sich mögliche Krankheits- und Belastungsschwerpunkte erkennen“. Daraus können man gemeinsam mit den Betrieben Maßnahmen für gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen entwickeln.