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Keine Besuchszeiten mehr auf dem Hospitalquartier – Sporthallen und Sportplätze werden gesperrt

Keine Besuchszeiten mehr auf dem Hospitalquartier – Sporthallen und Sportplätze werden gesperrt
(Bild: Adobe Stock)
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Biberach – Die Landesregierung hat verfügt, dass Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmenden in geschlossenen Räumen untersagt werden. Der Verwaltungsstab der Stadt Biberach hat daher beschlossen, unabhängig von der Anzahl der Teilnehmenden alle Veranstaltungen in städtischen Räumlichkeiten und Einrichtungen zu untersagen, die nicht unbedingt notwendig sind, um die Ausbreitung des Corona Virus möglichst einzudämmen.

Dies betrifft auch Schulräumlichkeiten, Sporthallen und Sportplätze sowie Räume in Kindertageseinrichtungen. Alle Nutzer wurden informiert, ihren Trainings- und Probenbetrieb bis einschließlich 19. April abzusagen. „Ich bin dankbar, dass viele Vereine im Bewusstsein ihrer Verantwortung für ihre Mitglieder und die Allgemeinheit von sich aus Veranstaltungen und den Probenbetrieb abgesagt haben“, erklärt Oberbürgermeister Zeidler. „Ich appelliere an alle Veranstalter, auch bei geplanten Freiluftveranstaltungen eine Risikobewertung durchzuführen und nur Veranstaltungen abzuhalten, die unbedingt notwendig sind.“

Ob der Beschluss des Verwaltungsstabs aufrechterhalten werden könne, die Stadtbücherei und das Museum Biberach am Dienstag zu öffnen werde am Montagnachmittag entschieden. Gleiches gelte für Stadtführungen. Die Stadt wolle in Zeiten eingeschränkter sozialer Kontakte ihr Angebot so lange als möglich für die Bürgerinnen und Bürger aufrechterhalten und reflektiere täglich, was noch möglich sei.

Auf dem Hospitalquartier wurde bereits heute, Sonntag, der Besuch der Pflegeeinrichtung auf 15 bis 17 Uhr eingeschränkt. Dabei wurden alle Besucher erfasst. Ab Montag wird der Besuchsverkehr bis auf weiteres ganz untersagt. Ausgenommen seien Notfälle. Angesicht der sehr dynamischen Entwicklung und Ausbreitung des Virus, sei diese drastische Maßnahme zum Schutz der Bewohner und Mitarbeiter erforderlich, erklärt Hospitalverwalter Ralf Miller. Die betreuten Wohnungen, bei denen es sich grundsätzlich um Mietverhältnisse handelt, sind aktuell nicht betroffen. Dennoch habe man auch hier eine erhöhte Sorgfaltspflicht für Bewohner und Personal, vorallem wenn Betreuungsleistungen in Anspruch genommen würden. Es bestünden bereits Überlegungen, über die er man am Montag mit den Kollegen vor Ort beraten werde.