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Ist das denn erlaubt?

Ist das denn erlaubt?
Wenn Ihnen in der Einbahnstraße eine freundliche Radlerin entgegenkommt (Foto: Oli Hofmann)

Schon gewusst? Innerhalb der Biberacher Altstadt dürfen Radfahrer entgegen der Einbahnrichtung strampeln. Bei manch einem Autofahrer sorgt das ganz schön für Verwirrung. Um das Unfallrisiko zu minimieren gibt die Stadt ein paar wertvolle Knigge-Tipps zur Teilnahme am Einbahnstraßenverkehr.

BIBERACH – Eigentlich ist es schon eine ganze Weile her, dass die Straßenverkehrsordnung geändert wurde. Seitdem ist es Radfahrern gestattet, in Einbahnstraßen entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung zu radeln. Auch in Biberach wurden in diesem Zuge damals etliche Einbahnstraßen für die Velo-Liebhaber freigegeben. Voraussetzung dafür war, dass die Straßen eine ausreichend breite Fahrbahn bieten (mindestens 3,5 Meter breit), kein Linienbusverkehr die Straße passiert, eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30 eingehalten werden muss und dass die Örtlichkeit übersichtlich ist.

So ist das innerhalb der Altstadt bei 14 Einbahnstraßen beziehungsweise Teilabschnitten der Fall. Dazu gehören zum Beispiel die Hindenburgstraße, die Museumstraße und die Ulmer-TorStraße.Diese Straßen sind zwar entsprechend gekennzeichnet und machen Autofahrer darauf aufmerksam, dass mit entgegenkommenden Radfahrern gerechnet werden muss – und dennoch kommt es bei Ersteren immer wieder zu Verwirrungen, wenn plötzlich ein Zweirad auf sie zusteuert.

Um etwas Ordnung ins Chaos zu bringen und vor allem das Unfallrisiko zu minimieren, ist es mit Sicherheit für beide Seiten sinnvoll, sich an die kleine Einbahnstraßen-Knigge der Stadt zu halten:

1. Autofahrer sollten immer mit entgegenkommenden Radlern rechnen und vorsichtig fahren – das Gleiche gilt für Fahrradfahrer.

2. Wird es für beide Verkehrsteilnehmer zu eng, hilft ein kurzer Blickkontakt: Steigt der Fahrradfahrer ab und lässt das Auto durch? Oder hält der Autofahrer an und lässt den Radler passieren?

3. Wer im Straßenverkehr defensiv fährt, statt offensiv auf sein Recht zu beharren, der trägt zu einem freundlichen und gelassenen Miteinander im Straßenverkehr bei.

pm/ Eva Heine