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Handwerk integriert

Handwerk integriert
45 Geflüchtete haben dieses Jahr im Gebiet der Handwerkskammer Ulm ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen (Foto: HWK)
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Die Ausbildung von Geflüchteten im Gebiet der Handwerkskammer Ulm leistet einen Beitrag zum Fachkräftebedarf, betont die Kammer.

Ulm – Derzeit absolvieren rund 520 Geflüchtete im Gebiet der Handwerkskammer Ulm eine Ausbildung im Handwerk. Außerdem sind unter den neuen Auszubildenden knapp acht Prozent Geflüchtete. Dass diese Integration in Form von Ausbildung gelingt, zeige ihre Bestehensquote 2019 von knapp 60 Prozent, betont die Handwerkskammer. Insgesamt liege die Bestehensquote 2019 im Kammergebiet bei rund 84 Prozent. Im Landkreis Biberach haben fünf Geflüchtete ihre Ausbildung bestanden.

„Integration durch Ausbildung im Handwerk gelingt“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Eine solche Ausbildung sei aber kein Selbstläufer. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren zum erfolgreichen Abschluss seien umfassende Sprachkenntnisse, das Engagement seitens der Betriebe und Geflüchteten sowie die Bewältigung bürokratischer Hürden.Die Betriebe wie auch die geflüchteten Menschen brauchen Planungssicherheit, betont Mehlich.

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz biete aber nur eine Lösung für Menschen, die zukünftig ins Land kommen. „Denjenigen, die schon da sind und mit dem Erlernen der Sprache und mit einer Ausbildung eine starke Integrationsleistung vollbracht haben, müssen wir eine dauerhafte Perspektive geben“. Das sei wichtig, um den Betrieben eine Lösung für ihren Nachwuchs und ihren Fachkräftebedarf zu ermöglichen.

pm